Der Tag des Buchhalters. Die Kapitel!

Der Tag des Buchhalters

Die Links

Das hier ist der organisatorische Post für die einzelnen Kapitel von “Der Tag des Buchhalters”. Indem ihr auf die verschiedenen Links klickt, werdet ihr zu den entsprechenden Posts gebeamt. Die Zahl hinter der Kapitelnummer gibt die Teile an, in welche das Kapitel unterteilt wurde. “Kapitel 3.2″ wäre also der zweite Teil des dritten Kapitels. Dong ma?! Bitte den Mauszeiger auf ‘more’ halten und klicken:

Jetzt neu: ladet euch gleich die gesamte Novelle als pdf-Datei herunter mittels des folgenden Links (natürlich kostenlos) http://www.mediafire.com/?yutmdfn1mr1

Hört euch den Audiotrailer an:

(more…)

www.ordinarypeoplechangetheworld.com

Ah, Sommerferien. Sommer. Ferien. F-e-r-i-e-n. Endlich genügend Zeit, mal wieder so richtig zu arbeiten, und das ungestört!

Anton freut sich, daß ich nach langer Pause wieder Zeit für ihn habe, und auch “Wellen im Wasserglas Teil 2″ befindet sich bereits in Phase 2: Zutaten abwiegen.

Vielleicht wundert ihr euch, daß ich nach “Der Tag des Buchhalters” nicht auch “Wellen im Wasserglas” hier öffentlich und kostenlos hinstelle. Nun, das läßt sich leicht erklären: ich habe einfach noch nicht entschieden, was ich damit machen werde, und solange bleibt das Buch schön bei mir daheim. Außerdem, wie sähe das denn aus, wenn ich all den Verlagen, die sich zweifelsohne demnächst bei mir melden werden, sagen müßte, daß sie nichts veröffentlichen können, weil ich alles schon ins Internet gestellt habe!? Diese Tränenfluten kann ich nicht auf mich nehmen.

Ich wünsche jedenfalls allen eine schöne, kreative Sommerzeit.

Persönlich werde ich tippen, Eis essen und ab und zu Bilder von der WM googlen, um Oliver Bierhoff und Arne Friedrich anzuhimmeln. Oooh, Arne! Ooohh, Oliver!

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Anthologie: Die Liebe Von Weitem. “Sicht der Welt” von Nicole Kratzer

.

~Sicht der Welt~

.

Was geschieht?

Ich sehe viele Farben, ein buntes Geflimmer,

helle Lichter und eine Art Zimmer

.

Sie sind so nah und doch auch fern,

kann nicht sagen

soll ich sie meiden oder hab ich sie gern

.

Fühl mich weit weg und doch mittendrinnen,

plötzlich erfasst mich die Frage:

Seid ihr alle von Sinnen?

.

Von Gestalten und Ungeheuer umgeben wohl tausendfach,

sie glotzen unerträglich

und machen zu viel Krach

.

Verschließe meine Ohren und kann es nicht ertragen

Auf meiner Seele brennen mir

unzählige von Fragen

.

.

Plötzlich ein Mensch, berührt mich leicht

kalte Stiche spüre ich

Ein Schmerz der nicht mehr weicht

.

Ich sehe ihn an, er scheint mir blind

will seine Augen öffnen

doch er hält mich für ein Kind

.

Muss ihm doch helfen, sein Inneres ist fast schon tot

doch er bleibt ganz gelassen,

beteuert alles sei in Lot

.

Mein Blick fällt auf die restliche Menge

viele blind, taub und stumm

ich schreie sie an, sie halten mich für dumm

.

Ich störe ihren Frieden, sie wollen mich umerziehen

die Angst packt mich im Nacken

ich weiß ich muss jetzt fliehen

.

So fang ich an zu laufen. Frag mich nach dem Sinn

weiß eigentlich den Weg nicht

und doch genau wohin

.

Ist dies das neue Leben?

das hätt` ich nicht gedacht

es bleibt

die Frage offen:

.

Wer hat zuletzt gelacht?

.

Nicole Kratzer

Anthologie: Die Liebe Von Weitem. “Licht” von Lex Beiki

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~Licht~

Schau mal wie schön die Sterne am Abendhimmel hervorblinzeln. Blitzen durch ein tiefblaues Himmelsmeer. Und der Mond ist heute ganz rund und schwer. Wirft sein kühles Licht auf die Städte, die unter ihm mit den Sternen um die Wette glitzern.

So spät am Abend wird der nasse Asphalt von dem Licht der Fenster und der Autoscheinwerfer erleuchtet. Drehte man die Welt jetzt auf den Kopf, wüßte man gar nicht mehr, wo der Himmel anfängt und wo die Erde beginnt, und welches Funkeln wohin gehört.

Bloß, daß am Himmel nachts nicht viel passiert. Aber hier unten erzählt jedes Fenster eine kleine Geschichte. Keine davon geringer als die anderen, keine davon kleiner als ein ganzes Leben.

Hinter einem dieser Fenster, ja genau, in dem Gebäude gleich dort unten. Das Mittlere. Siehst du es? Es ist noch dunkel, nur eine Straßenlaterne erhellt es sanft von außen. Hinter diesem Fenster liegt ein Hausflur. Ein Hausflur mit zwei Wohnungstüren.

Langweilig, sagst du? In einem Hausflur passiert doch nichts, sagst du? Aber gerade in den Fluren passieren doch die größten Geschichten! Die, die es manchmal nicht bis hinter die Wohnzimmerfenster schaffen. Wart nur ab!

In unserem Hausflur tritt soeben ein Mann aus einer der Wohnungen und schaltet das Licht ein. Nun schließ er die Tür, aus der er getreten ist zu. Zwei Anläufe benötigt er dazu, der Schlüssel fällt ihm beim erstenmal hinunter. Er ist nicht sehr groß und nicht mehr sehr jung. In der Hand hält er etwas. Sieht aus wie eine Flasche. Ja, eine Weinflasche. Seine Kleider wirken elegant, doch der Mann selber tut es nicht. Er zieht sich vielleicht nicht oft so penibel an.

Er hat das Licht eingeschaltet, die Tür verschlossen, und nun steht er da. Bewegt sich nicht, macht keinen Schritt in Richtung Treppe. Er sieht verloren aus, als wüßte er nicht, was er nun in dem Flur mit der Weinflasche tun soll. Wo er nun hingehen soll.

Jetzt geht er auf die andere Wohnungstür zu, die zweite – überlegt noch, ob er wieder umkehren soll. Er wirft seiner eigenen Wohnungstür einen wehmütigen Blick zu. Doch anstatt umzudrehen, hebt er die Hand, als wolle er klingeln. Dann überlegt er es sich anders, zieht den vorschnellen Arm rasch wieder zurück. Er sieht sich um, nervös. Lockert seinen Hemdkragen. Er trägt sein Hemd wohl sonst nicht so zugeknöpft. Holt tief Luft, benutzt die bereits erhobene Hand und fährt damit durch sein Haar.

Dann klingelt er doch. Ganz mutig. Drückt den kleinen runden Knopf neben dem Namensschildchen. Durch die Fensterscheibe hören wir das Klingeln natürlich nicht. Wir schauen einen tonlosen Film. Aber manchmal braucht man keine Worte, um die Handlung zu verstehen.

Der Mann wartet. Versteckt die Flasche Wein hinter seinem Rücken. Entscheidet sich um und hält sie präsentierend vor sich. Verbirgt sie wieder.

Da geht die Tür auf, gerade als der Mann die Flasche wieder hervorholen will. Er wirkt ertappt, angespannt.

In der Tür kommt ein anderer Mann zum Vorschein. Ein großer Mann mit dunklem Haar und einer Brille. Er wirkt sehr elegant, anders elegant. So, als wäre er die Eleganz gewohnt, als wäre sie ein Teil von ihm. Er ist auch nervös. Seine flatternden Finger verraten ihn, doch er weiß sich besser zu verstecken. Hinter großen Gesten.

Die Weinflasche wird ihm hingehalten, brüsk, unbeholfen. Und um das Etikett zu studieren, schiebt der elegante Mann seine Brille zurecht. Was darauf steht erfreut ihn. Er sagt etwas, vielleicht ein Kompliment, und der andere Mann lächelt. Ein bißchen schief, aber ehrlich.

Keiner der beiden traut sich hineinzugehen oder hereinzubitten.

Nun stehen sie beide im Hausflur. Ganz ohne Worte.

Da geht das Licht aus. Als wolle das Haus ihnen einen Wink geben. Und sie verstehen ihn: der elegante Mann macht eine einladende Geste und der andere Mann tritt in das Licht der Wohnung, die ihm nicht gehört.

Die Tür fällt zurück ins Schloß. Der Hausflur ist wieder leer und dunkel.

Und hinter dem Wohnzimmerfenster beginnt eine neue Geschichte.

Anthologie: Die Liebe Von Weitem

Unter dem Titel “Die Liebe Von Weitem” wird es ab heute eine neue Kategorie geben.

Einige ebenfalls künstlerisch tätigen Freunde und Bekannte werden dazu beitragen, daß hier eine eigene Anthologie zu dem oben genannten Thema entsteht. Seid gespannt, wenn dieses Banner einem Eintrag vorausgeht, denn es leitet eine neue Geschichte oder Lyrik von verschiedensten Menschen ein:

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P.S.: Wer mitmachen möchte und seine kreativen Schübe auch hier gepostet sehen mag, darf sich emailtechnisch gerne mit einer Geschichte, einem Bild oder einem Gedicht (oder sonstwie einer Kreation) bewerben!

Die kritische Kolumne: Filmkritik zu “Alexander II – Return of the King”

Wer nicht weiß, was er in den nächsten Tagen mit sich anstellen soll, weil er oder sie aus unerfindlichen Gründen kein Fußball schaut, hat nun eine Alternative. Leiht euch „Alexander II: Return of the King“ aus der Videothek aus!

Wer erinnert sich noch an die sagenhafte Verfilmung des Lebens, Liebens und Leidens Alexander des Großen, “Alexander”? Mit dem göttlichen Colin Farrell, der sich mit Dackelblick durch die Szenen schmachtet, und Anthony Hopkins als epischer Off-Erzähler.

Nun, wem dieses Spektakel gefallen hat, der wird die Fortsetzung, welche leider nur auf DVD erschienen ist, lieben:

„Alexander II: Return of the King“ heißt das bildgewaltige Actionepos. Eine kurze Inhaltsbeschreibung sähe so aus:

Nach seiner heimtückischen Ermordung findet sich Alexander der Große (Farrell) wider Erwarten im Jenseits wieder, wo er nach einiger Zeit des Herumirrens auf Hitler (Michael Dudikoff), Lady Di (Uschi Glas) und die Pläne für einen Jenseits-Diesseits-Transgressor stößt (das Ding heißt wirklich so!).

Nicht gewillt, eine Ewigkeit in der Hölle ohne Hephaistion zu verbringen, stiehlt Alexander den Transgressor und kehrt mit ihm ins Diesseits zurück. Doch auch hier ist einige Zeit vergangen, und so findet sich der Großherrscher im Jahr 2050 wieder.

Schockiert und ungehalten über die Tatsache, daß Hephaistion nicht wiedergeboren wurde und sein einstiges Großreich zerstückelt ist, macht Alexander sich daran, seine alte Macht zu erneuern.

In einer Gegenwart, die kurz vor dem dritten Weltkrieg steht, vereinigt er erneut Kleinasien, den vorderen Orient und Europa. Sein Ziel: Absolute Weltherrschaft! Doch er hat die Rechnung ohne Hitler und Lady Di gemacht, die dem Helden gefolgt sind und nun die USA zum Gegenschlag mobilisieren!

Was sich anhört wie übelster sci-fi Trash ist in Wahrheit ein Hochglanzmeisterwerk voll tiefgründiger Gesellschaftskritik und markerschütternder Leidenschaft. Denn, und ich bin sicher, daß ich damit nicht zuviel vorwegnehme, zwischen Diana und Hitler funkt es gewaltig, was vielleicht auch an den Schauspielern liegt, die sichtlich Spaß mit ihren Rollen hatten.

Hier kommt eigentlich jeder auf seine Kosten: die Romantikerinnen werden fiebern, ob Hitler und Lady Di zusammenkommen, ob Alexander endlich wieder mit Hephaistion vereint wird (und es gibt einige saftige Rückblenden, Mädels und Jungs!). Die Ästheten dürfen sich an Colin Farrells Hundeblick und Michael Dudikoffs Muskelspiel ergötzen. Und die Rambo-verwöhnten Actionliebhaber können sich in der breiten Endzeitschlacht um die Weltherrschaft so richtig austoben!

Kurzum, der Film bietet für jeden Geschmack etwas, und es ist wirklich ein Jammer, daß die Produktion es nur auf DVD und nie ins Kino geschafft hat; denn wenn Hitler auf einem Roboterpferd mit seiner Armee der Untoten in den Sonnenuntergang galoppiert, sprengt die Bilderwucht jeden Fernseher!

So gut habe ich Michael Dudikoff und Uschi Glas schon lange nicht mehr erlebt!

„Alexander II: Return of the King“ – eine Jerry Bruckheimer Produktion, unter der Regie von Sylvio Tabet („Beastmaster 2“) und geschrieben von Jared Leto (!!).

Hier die offiziellen Kritikzitate aus der ‚Video-News’ Zeitschrift vom Mai:

„Ein großartiges Epos!“ –Playboy

„Eine bildgewaltige, spektakuläre Actionorgie!“ –Das Goldene Blatt

„Echt hammer! Voll gute Schauspieler und so!“ –Bravo

Mai 2010—Nur auf DVD!

****

***

**

*

Action

Drama

Anspruch

Erotik

Gesellschaftskritik

Der Trailer

Der Hamster vor meinem Fenster

So, ich wäre dann fertig. Mit der zweiten Subrealitynovelle. Besteht da irgendwo vielleicht Interesse? Möchte das nicht vielleicht jemand als Buch rausbringen?

Es handelt sich um insgesamt 57.896 Wörter, 24 Kapitel; sowie eine Bonusgeschichte von 12.435 Wörtern und 8 Kapiteln.

Mel ist stolz auf sich und sein Werk. Er behauptet nämlich, ohne ihn wäre ich nie über das erste Kapitel hinausgekommen. Vielleicht stimmt das sogar.  Ich werde ihm dieses Wochenende einen Kuchen backen, das haben wir beide uns verdient.

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Quote of the day:

“I just had a fall. All the way right down there, right to the library: hell of a climb back up.” – “You’re soaking wet.” – “I was in the swimming pool.” – “You said you were in the library!” – “So is the swimming pool.”

(Doctor Who)

Der Papst kämpft gegen Darth Vader

FERTIG!!

Mit dem Script meine ich. Nicht zu fassen! Ich rocke!

Und so bin ich vorgegangen: Zunächst hatte ich natürlich eine Grundinspiration, die sich im Laufe der Gedanken immer mal wieder veränderte – allerdings erstaunlicherweise nicht viel. Was vielleicht daran liegt, daß meine Grundideen immer sehr vage sind.

Dann habe ich mich eines Nachmittags hingesetzt und habe einen Grundplot aufgemalt (ja, da steht absichtlich gemalt anstatt geschrieben). Es folgten Figurencharakterisierungen und eine Auflistung aller Krisen, die im Film von den Protagonisten bewältigt werden müssen.

Während ich, der Inspiration halber, “She-Creature: Tod aus der Tiefe” geschaut habe, überlegte ich mir die einzelnen Szenen. Das war noch sehr grob und sah in etwa so aus:

16) Im Altenheim – C wird zu Chefin zitiert und abgemahnt -> Anbahnung Job-Krise

Das Ganze übertrug ich dann auf Karteikarten (pro Szene eine Karte, is klar, ne!), die ich liebevoll mit ungefähr fünf Metern Tesafilm der Reihenfolge nach an mein Wohnzimmerfenster geklebt habe. Da kam dann in den nächsten Tagen immer mal was dazu, eine neue Karte oder ein Post-It oder ein angepinnter Notizzettel.

Eigentlich habe ich bisher alle Drehbuchsachen handschriftlich vorgeschrieben und erst nach und nach in den Computer gegeben, das war diesmal anders. Vielleicht, weil ich etwas unter Zeitdruck war und nebenher noch so viel anderes zu tun hatte. Statt also alles erstmal in Hefte zu schreiben, habe ich schon auf Seite 5 mit dieser Vorarbeit aufgehört und alles direkt getippt. Das war in vielerlei Hinsicht schwieriger, da ich so immer den PC einschalten mußte, wenn ich z. B. etwas nachsehen wollte, aber es hat auch wirklich Zeit gespart.

Tscha, und nun bin ich also fertig. Gestern früh war ich mit der Grobarbeit fertig und heute morgen habe ich “Ende” unter die letzte Regieanweisung gesetzt.

Mel ist furchtbar stolz auf mich und sagt, das habe ich sowieso alles nur ihm zu verdanken. Vermutlich hat er recht.

Und, werdet ihr euch vielleicht fragen, was jetzt?

Nichts jetzt. Jetzt wird das Ganze schön formatiert, auf diversen Medien abgespeichert, ausgedruckt und dann landet es in meiner Schublade. Vielleicht eignet es sich mal für einen Wettbewerb. Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß weder jemand beim Kombinat ARD noch bei Sat.1 noch sonst bei irgendeinem Sender dazwischen, das Teil auch nur in die Hand nehmen würde, wenn ich es ihnen für viel Geld zuschickte. Obwohl es megatoll ist.

Also spar ich mir den Frust und baue auf posthumen Ruhm.

Oder warte auf eine günstige Gelegenheit…

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Quote of the week:

“How the fuck would you know?” – “Fuck you! I know shit!”

(The Boondock Saints 2: All Saints Day)

easy bake ovens

Tag 10 neigt sich, jedenfalls was das Schriftstellerische angeht, rasch zur Neige, denn in einer Stunde muß ich zur Arbeit. Doch beende ich diesen Tag auf Seite 35 und bin deswegen prima im Schnitt –> (30 Tage = 100 Seiten) = (1 Tag = 3.3 Seiten) = (10 Tage = 33.3 Seiten).

Meine Charaktere stehen. Also, die standen auch schon bevor ich angefangen habe am tatsächlichen Script zu schreiben, aber jetzt sind sie so etabliert und zu festen Persönlichkeiten geworden, daß mich mein Protagonist bereits heimsucht. Ich liebe und hasse es, wenn das passiert. Lieben, weil ich mich gerne mit meinen fiktiven Musen unterhalte; und hassen, weil ich schon genug Musen tagtäglich um mich herum habe und, ja!, einer mehr macht die Kuh fett! Außerdem vertragen Wilbur und Mel sich nicht.

Anyhoo. Zwischendurch (vorgestern) hatte ich mal ein kleines Tief, eine Art Tintendepression, in der ich mich gefragt habe, warum ich das überhaupt mache und ob es nicht wichtigere Dinge im Leben gibt als in einem Monat ein komplettes Filmscript zu entwerfen. Zum Glück hielt das nicht sehr lange an (circa drei Stunden in denen ich mich als Ausgleich intensiv um meine Hausarbeit kümmern konnte), und die kreativen Säfte flossen in dem Moment wieder, an dem ich mich an den PC setzte und die letzte Szene nochmal las.

Was ich sonst noch mache? Ich bastele am Soundtrack zu meinem Script (eine meiner Lieblingsnebenbeschäftigungen beim Schreiben).

Und, versprochen!, bald kommt auch der Youtubetrailer von “Der Tag des Buchhalters” – meine Schergen mein Bruder mischt gerade alles ab.

Quote of the day:

“How am I supposed to get out of the FBI offices with a box full of surveillance tapes?” — “Punch somebody.”

(‘Leverage’)

Mein Mario ist geschrumpft

So, Tag 8 des Scriptfrenzys beginnt und ich starte ihn mit 25 Seiten. Ganz gut finde ich, dafür, daß ich gestern keinen Finger dafür sondern nur für meine Hausarbeit gerührt habe. Die hat nämlich leider fast dieselbe Deadline – aber weniger Seiten.

Für den täglichen Lol:

Cherry

Anna Paquin, bitte heirate mich.

Weil das Leben noch nicht Herausforderung genug ist, mache ich beim diesjährigen ScriptFrenzy mit. Es könnte natürlich sein, daß dies eine ähnlich bittere Erfahrung wird wie der NaNoWriMo letztes Jahr (nicht Vollzeitschriftsteller zu sein ist ECHT HART), aber wer nicht wagt, der kriegt auch keinen Käsekuchen.

Also, 100 Seiten in 30 Tagen.

Heute ist Tag 3 und ich beginne ihn mit Seite 8.

scriptfrenzy 2'10

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PS: Go Ricky Martin!

Schnipselgeschichte: Das Ende einer Geschichte

Wörter: 200

~Das Ende einer Geschichte~

Jede Geschichte endet einmal, und diese Geschichte endet mit den Worten:

„Ich gehe nicht ohne dich zurück.“

Sie wundern sich vielleicht, daß ich Sie so mitten ins Geschehen werfe, aber es passiert nun einmal, in eben diesem Augenblick.

„Ich gehe nicht ohne dich zurück!“, sagt er also. Nein, das stimmt nicht ganz: Schreit er. Er muß schreien, damit seine Worte es durch das Heulen des Sturmes und das Prasseln der Hagelkörner schaffen. Bis zu den Knöcheln steht er im Wasser, und der Regen durchtränkt ihn. In den vom Hagel gepeitschten Pfützen spiegelt sich das Licht der Sterne in der Dunkelheit. Kaum ist auszumachen, wo der Nachthimmel beginnt, und wo die Straße aufhört. Es ist eine dieser Nächte, wo es möglich scheint, von der Erde direkt in den Himmel zu wandern. Und das hat sie vor.

„Komm!“, ruft er. Aber sie sieht schon durch ihn hindurch, als gäbe es ihn nicht mehr. Oder als gäbe es sie selbst nicht mehr.

Ich sehe bereits erste Fragezeichen in Ihren Augen. Von wem ist die Rede? Was geschieht denn dort?

Doch eine gute Geschichte benötigt viel Zeit, und wer hat die heutzutage schon? Sie etwa? Na, sehen Sie. Deswegen erzähle ich Ihnen das Ende.

Geekhausen Update: Wettbewerb

Entgegen meiner festgelegten Prinzipien, nur noch an Wettbewerben teilzunehmen, die Beitragseinreichungen per Email akzeptieren, habe ich heute eine postalische Einreichung vorgenommen.

Das Preisgeld von 10.000 € hat mich überzeugt, eine Briefmarke zu kaufen. Das und die Tatsache, daß das Thema sehr freimütig in Richtung Science-Fiction geht (Lit.Award Ruhr 2010). Nicht, daß ich mich Illusionen hingeben würde, vermutlich suchen sie Neue Deutsche Sci-Fi Prosa und nicht sinnfreie Geekstories. Egal. Mel wollte mitmachen und der Captain hat die Aktion abgesegnet, so there.

Quote of the week:

“I’ve always found that sticking your fingers in your ears and humming loudly solves a whole slew of problems.”

(Stargate SG-1)

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Theaterstück: Aus gegebenem Anlaß

Aus gegebenem Anlaß

Ein Theaterstück in einem Akt für neunundneunzig Statisten und eine Sprechrolle

Akt 1 von 1

Der Hörsaal einer großen Universität. Es stehen neunzig ausgefaltete Klappstühle in mehreren, halbrunden Reihen aufgebaut um einen freien Platz, der dem Redner überlassen ist. Die Stuhlreihen sind so aufgebaut, daß sie nahtlos an die Stuhlreihen der Theaterzuschauer anschließen, das heißt, die Statisten sitzen mit dem Rücken zum Publikum, der Redner wird vor den Statisten stehen und ins Publikum blicken.

Noch ist der Saal leer, erst wenn beinahe alle Zuschauer ebenfalls sitzen, beginnt sich der Hörsaal zu füllen. Studenten schlurfen und gehen herein. Stühle werden herumgerückt, Taschen ausgebreitet, das ein oder andere Hallo wird ausgetauscht. Es herrscht der normale Geräuschpegel den Menschen verursachen, wenn sie mehr oder weniger gespannt auf das Eintreten eines Ereignisses warten. Niemand weiß so genau, was verkündet werden wird, der Grund der Versammlung ist nur durch verschiedene, teilweise widersprüchliche Gerüchte bekannt.

Es sind nicht genügend Stühle vorhanden, das wird kurz unter den Studenten thematisiert, dann setzen sich die verbliebenen Stuhllosen auf den Boden.

Schließlich betreten fünf deutlich ältere Personen den Saal und vier davon setzen sich auf extra bereit gestellte Stühle, den Studenten zugewandt. Eine Person bleibt stehen und sieht in die Runde.

Redner

„Liebe Studenten. Es freut mich, daß Sie heute so zahlreich zu dieser kurzfristig einberufenen Vollversammlung erschienen sind.

Wie Sie alle mitbekommen haben, befindet sich unser Haus bereits seit einiger Zeit in einer finanziellen Krise. Damit stehen wir natürlich nicht alleine da, nein, deutschlandweit befinden sich die Universitäten in einer prekären Lage!

Da gibt es Vorwürfe vom Staat, die Studenten lernten nicht annähernd genug, seien überqualifiziert, fänden keine Arbeit weil sie zu alt für den Jobmarkt sind, oder kämen nicht zurecht, weil sie zu jung für die Wirtschaftswelt sind. Sie kennen die Debatten, sie sind kaum neu, darum werde ich darauf nicht näher eingehen.

Lassen Sie mich, ehe ich zum Punkt komme, kurz Revue passieren, wie wir hierher gefunden haben.

Ich stehe hier vor einer Ansammlung von Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die einen sind bereits im zweiten Universitätssemester, kurz vor dem Abschluß, gehören also noch der früheren Generation derer an, die erst mit drei Jahren eingeschult wurden und nach der neunten Klasse Abitur gemacht haben.

Dann gibt es diejenigen, die schon nach der neuen Bildungsreform mit anderthalb Jahren eingeschult wurden, dafür allerdings bereits nach der achten Klasse Abitur machen konnten, und die sich nun im ersten Hochschulsemester befinden.

Eine breite Kluft, die unsere Universität gut überbrückt möchte ich fast sagen. Wir schlagen gekonnt den Spagat zwischen dem neuen und dem alten Bildungssystem, und darauf sind wir ganz besonders stolz. Unsere Lernangebote sind breit gefächert, Sie haben die Wahl zwischen beinahe zwei verschiedenen Studiengängen. Die Seminare sind altersübergreifend, das Studenten-Dozenten Verhältnis ist mit dreißig Studenten auf einen Dozierenden mehr als ausgewogen – kurzum, hier kommt jeder Student auf seine Kosten!

Die Universität allerdings nicht mehr, es schmerzt mich, dies zuzugeben.

Trotzdem wir in den letzten Monaten zahlreiche Kürzungen eingeführt haben, konnte uns auch die absolute und konsequente Einsparung der Heizkosten durch Abmontieren aller Heizkörper keine schwarzen Zahlen bescheren.

Auch das Entlassen von, Sie wissen es, sechzehn Dozenten im letzten Semester hat sich im Jahresbudget kaum nieder geschlagen.

Letzten Monat mußten wir das Unimaskottchen schlachten, eine schmerzhafte Erfahrung, auch für den wackeren Studenten, der sich für die Übernahme dieser Aufgabe bereit erklärte. Er ist noch in therapeutischer Behandlung, läßt Sie jedoch alle auf diesem Wege grüßen, wie mir sein Wärter vorgestern versicherte.

Und die Untervermietung einiger Seminarräume – nun, ich gebe zu, daß sich dies als keine sonderlich gute Idee herausgestellt hat. Nicht nur, daß der Schützenverein vorletzte Woche versehentlich zwei Professoren erschoß – dies senkte die Verschuldung des Instituts übrigens ebenfalls kaum – auch die Schlachterei im ehemaligen Laboratorium hat sich als kein glücklicher Vertragspartner erwiesen. Besonders die Studenten der Pädagogikkurse beklagen sich zunehmend über die Lärmbelästigung durch die Todesschreie der Tiere.

Einzig die Nutzung der Erdgeschoßräume als öffentliche, kostenpflichtige Garage rentiert sich derzeit. Auch wenn sich die Abgase aufgrund fehlender Luftschächte in den Fluren sammeln, so nehmen wir doch durch die Parkgebühren eine nicht unbeträchtliche Summe ein, ohne die wir den ständigen Bedarf an Kreide und wasserlöslichen Folienstiften kaum decken könnten.

Doch, liebe Studierende, überraschenderweise konnten uns all diese Maßnahmen nicht aus dem finanziellen Tief hebeln, in das wir uns, ich gestehe es, selbst hinein manövriert haben mit dem Einbau des Whirlpools im Dozentenbüro letztes Jahr.

Deswegen mußten nun drastischere Schritte eingeleitet werden.

Wie Sie sehen hat sich hinter mir das noch bestehende Dozentenkollegium versammelt – um Ihnen auf Wiedersehen zu sagen.

Ja, es ist tragisch, doch die Universität kann sich leider keine Angestellten mehr leisten.

Doch keine Sorge, als letzter Verbleibender werde ich mich persönlich dafür einsetzen, daß Sie nicht nur Ihr Studium erfolgreich beenden können, sondern, daß künftig auch mehr Studenten an unsere Universität kommen werden, um wirtschaftlichen Aufschwung zu geben!

Ich bitte Sie, liebe Studierende, hören Sie mich zu Ende an, ehe Sie sich zu Wort melden!

Denn das ist noch nicht alles.

Ich habe das verbleibende Gebäude der Universität an einen namhaften Pharmakonzern untervermietet. Sie werden uns sogar erlauben, zwei Räume sowie Teile der Damentoilette weiterhin zu benutzen, wenn wir uns bereit erklären, Ihnen gelegentlich für Tests zur Verfügung zu stehen. Ich denke, dies läßt sich einrichten und habe bereits eine erste Probandengruppe zusammengestellt. Der Kurs ‚Freier Wille in der kapitalistischen Gesellschaft’ trifft sich morgen um halb neun vor Seminarraum vier zur Blutabnahme.

Doch keine Sorge!

Auch ohne Hörsaal und Dozenten werden Sie Ihren Abschluß bekommen – denn wir werden die erste Universität sein, die von daheim aus absolviert werden kann!

Sie sind alt genug, werte Studierende, daß Sie sich die Informationen, die Sie zum Abschließen Ihrer Fächer benötigen, leicht selbst beschaffen können. Ich denke da an das Internet, aber auch an öffentliche Bibliotheken.

Wenn Sie sich Ihr benötigtes Fachwissen angeeignet haben, können Sie mich montags und mittwochs zwischen 12:56h und 13:16h telephonisch erreichen und ich schicke Ihnen dann per Email Ihr Abschlußdiplom zu, sobald Ihre Gewebeproben im Labor und die Studiengebühren auf meinem Konto eingegangen sind. Einfach und unkompliziert – die Universität der Zukunft! Ich nenne es den ultimativen e-campus!

Es steht Ihnen natürlich frei, zusätzlich eine Ausbildung in der Pharmazie anzufangen – das Unternehmen im Haus ist immer auf der Suche nach jungen Talenten.

Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mich für heute von Ihnen zu verabschieden. Vielen Dank für die Teilnahme, studieren Sie fleißig weiter – Sie sind die Zukunft unseres Landes!

Wir hören voneinander.“

Er geht ab, und nach ihm löst sich auch die Studentengemeinschaft auf und zieht von hinnen. Nur die vier gefeuerten Dozenten bleiben alleine sitzen bis der Vorhang fällt.