Schnipselgeschichte: Das Ende einer Geschichte

Wörter: 200

~Das Ende einer Geschichte~

Jede Geschichte endet einmal, und diese Geschichte endet mit den Worten:

„Ich gehe nicht ohne dich zurück.“

Sie wundern sich vielleicht, daß ich Sie so mitten ins Geschehen werfe, aber es passiert nun einmal, in eben diesem Augenblick.

„Ich gehe nicht ohne dich zurück!“, sagt er also. Nein, das stimmt nicht ganz: Schreit er. Er muß schreien, damit seine Worte es durch das Heulen des Sturmes und das Prasseln der Hagelkörner schaffen. Bis zu den Knöcheln steht er im Wasser, und der Regen durchtränkt ihn. In den vom Hagel gepeitschten Pfützen spiegelt sich das Licht der Sterne in der Dunkelheit. Kaum ist auszumachen, wo der Nachthimmel beginnt, und wo die Straße aufhört. Es ist eine dieser Nächte, wo es möglich scheint, von der Erde direkt in den Himmel zu wandern. Und das hat sie vor.

„Komm!“, ruft er. Aber sie sieht schon durch ihn hindurch, als gäbe es ihn nicht mehr. Oder als gäbe es sie selbst nicht mehr.

Ich sehe bereits erste Fragezeichen in Ihren Augen. Von wem ist die Rede? Was geschieht denn dort?

Doch eine gute Geschichte benötigt viel Zeit, und wer hat die heutzutage schon? Sie etwa? Na, sehen Sie. Deswegen erzähle ich Ihnen das Ende.