Aus Gründen, die ich nicht näher erläutern möchte, verdient der heutige Tag dieses Bild:

Die kritische Kolumne: Woher kommt der Hass?

Woher kommt der Hass?

 

Es ist doch so: so aufgeklärt und tolerant, wie die Menschheit sich gibt, ist sie nicht. Das sind keine Neuigkeiten, das ist noch nichtmal eine Blitzlichtmeldung, das ist Schnee von gestern.

 

Wo aber, und wer das hier liest wird am Ende feststellen, dass ich darauf keine Antwort haben will, kommt all der Hass her, mit dem wir um uns werfen?

 

Ich spreche von dem täglichen Hass, mit dem wir fast rund um die Uhr umgeben sind, die Art von Hass, die die meisten nicht einmal als Hass bezeichnen würden. Ich aber sage, es ist Hass, und eine perfide, schleichend wachsende Form davon noch dazu.

 

Ich spreche von dem Phänomen hate (engl. Hass), das sich vor allen Dingen über das Internet ausgebreitet hat, und nun allerdings zu einem sozialen, nicht bloß vernetzten, Phänomen geworden ist. Dem haten (engl. hassen) und disrespecten (engl. respektlos behandeln) von Persönlichkeiten, sei es Obama, Angela Merkel, Lady Gaga oder Justin Bieber.

 

Das Internet ist voll von Bildern mit verletzenden, bösen, zynischen und respektlosen Äußerungen über Stars und Sternchen. Das war bereits schon vor langer Zeit ein Thema das angesprochen wurde, darüber möchte ich mich nicht zu detailliert auslassen. Die Anonymität des Internets verführt dazu, andere aus dem Schutz des eigenen Computers zu demütigen; das Verständnis, dass solche Beleidigungen die Betroffenen tatsächlich verletzen könnten, man also mit seiner eventuell sogar überhaupt nicht persönlich gemeinten Bemerkung jemanden trifft, ist oft nicht vorhanden.

 

Es ist so einfach, auf Facebook schnell mal einen Eintrag zu hinterlassen, dass Miley Cyrus dumm, Sarah Jessica Parker hässlich und Megan Fox idiotisch sei.

 

Was auffällt ist allerdings, dass dieser Internettrend zunehmend auch im Alltag wiederzufinden ist, und zwar nicht nur unter Jugendlichen, sondern auch und vor allen Dingen unter jungen Erwachsenen.

 

Was schlimm ist, neben den Respektlosigkeiten, ist das Maß an Ignoranz, das man ungefähr so auswerten kann, dass je weniger eine Person/Gruppe über jemanden weiß, desto emotionaler die Beleidigungen sind.

 

Von denjenigen, die am lautesten schreien Twilight sei bescheuert, hat sicherlich kein einziger tatsächlich einmal in die Bücher hineingeschaut.

 

Von denjenigen, die Hasseinträge über Justin Bieber verfassen, hat sich vermutlich niemand mit der Biographie des Jungen befasst.

 

Von denjenigen, die Miley Cyrus lautstark verachten, kennt vielleicht keiner auch nur ein einziges Lied von ihr.

 

Warum ist das so? Warum sind so viele Menschen unfähig einen Unterschied zu machen zwischen ihrer persönlichen Meinung („Mir gefällt Harry Potter nicht.“) und einer allgemeingültigen Aussage („Harry Potter ist bescheuert.“)?

 

Warum ist es plötzlich wichtig, cool sogar, sich über Hass zu definieren? Ist das nur Neid?

 

Und was hält uns dann davon ab, diesen Hass auf Prominente nicht auch auf andere Menschen aus dem eigenen Bekanntenkreis auszuweiten? Ist das der nächste Schritt? Oder passiert das nicht, weil diejenigen sich wehren könnten?

 

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich diesen Trend sehr beunruhigend finde. Denn was die jungen Erwachsenen da den Heranwachsenden vorleben, ist die Selbstverständlichkeit aus Ignoranz zu hassen.

 

Da kann ja nichts Gutes bei rauskommen.

Da können wir nur hoffen, dass die nächste Generation toleranter wird.

 

Oder ich sehe schwarz für unser Zusammenleben.

 

Und ich werde mich jetzt einmal etwas über Justin Bieber informieren; über den weiß ich nämlich so gut wie gar nichts, und ich möchte wissen, wovon ich rede, wenn mal wieder die Sprache auf ihn kommt.

Der “Wellen im Wasserglas” Teaser:

Das ist die extreme Kurz-Synopsis, die ich neulich an eine Reihe deutscher Verlage geschickt habe. Vorlagenmäßig habe ich mich an dem amerikanischen “Letter of Query” orientiert, eine sehr viel hygienischere Werbelösung als unsere deutsche Version: Schick den Firmen nur eine einzige Seite mit den wichtigsten Daten – wenn sie Interesse haben, können sie sich melden; wenn sie sich nicht melden, hätten auch 20 Seiten Manuskriptprobe keinen Unterschied gemacht.

Dasselbe habe ich auch schon mit einigen Drehbuchangeboten gemacht, nach der gleichen Struktur: Titel, Genre, Synopsis, Zitate, Kontaktmöglichkeiten, Fertig.

 

 

Wellen im Wasserglas (Fantasy/Sci-Fi)

Stell dir vor, es gibt eine Stadt in der alles möglich ist…

 

Tief im Dschungel Südamerikas liegt Subreatropolis: die Stadt des Lichts. Ein verkommenes, stinkendes Moloch. Zwei Männer haben dem Verbrechen den Kampf angesagt, doch dann wird einer von ihnen entführt und irgend jemand wird dafür bezahlen müssen.

 

Subreatropolis selbst birgt ein Geheimnis, und hinter diesem ist Adele Apfelbaum her – dafür ist sie aus dem Gefängnis ausgebrochen und aufgrund einer Fehlberechnung durch das Dach der Metropolitan Filmstudios in Hennef-Uckerath gestürzt. Genau vor die Füße des aufstrebenden Jungstars Jackson Piranha. Ausgerüstet mit dieser Geisel tritt Adele den langen Weg nach Subreatropolis an.

 

Während Adele ihrem Ziel immer näher kommt, während Hauptkommissar Viktor Nacht seinen entführten Partner sucht, während ein Team Soldaten bereits ausgeschickt wurde, um die entflohene Gefangene einzusammeln; ahnt niemand, dass jemand in Subreatropolis’ Schatten bereits den Untergang der Stadt plant.

 

 

Seitenanzahl: 181 (57.686 Wörter)

„Wellen im Wasserglas“ ist der erste Teil einer Reihe, ist in sich jedoch abgeschlossen.

Zielgruppe: Junge Erwachsene zwischen 16 und 36

 

Ich habe bereits mehrere Romane, Theaterstücke, Filmdrehbücher und weiteres verfasst. Wenn Sie Interesse an einem ausführlicheren Exposé und Probekapiteln haben, melden Sie sich bitte schriftlich oder telefonisch bei mir.

 

Mit freundlichen Grüßen, (etc.)

 

 

Der Schiefinspektor blinzelt. Nickt. Sehr langsam dreht er sich um und wandert nachdenklich zurück in sein Büro, mit dem festen Vorsatz, sich dort für den Rest des Tages unter seinem Schreibtisch zu verstecken. „Ich hätte Schildkrötendompteur auf Hawaii werden sollen“, überlegt er vor sich hin, „wie mein Bruder. Das ist sehr viel nervenschonender. Und man wird in Blumenketten bezahlt.“