*kritzelkritzel*

Eigentlich wollte ich ja “Wellen im Wasserglas III” für NaNo in diesem November schreiben.

Eigentlich wollte ich, auch diesen November, das Prilotscript zu “The 2nd Wave” verfassen.

Lasst mich erklären, warum das so nicht geht: Das Script musste raus! Und als ich es fertig geschrieben hatte, hatte ich zwar eine Sehnenscheidenentzündung (schon wieder, großer Bibliothekar!!), aber stand vor einem Berg Notizen, die das gesamte Material für 3 Staffeln Serie enthielten. Es dauerte mich ein wenig, dass dies nun so tragisch in irgendeinem Ordner verroten würde, nachdem ich knapp einen Monat lang darüber obsessiert habe.

Also dachte ich mir, nun gut, dachte ich mir, setze ich “WiW 3″ zurück und mache aus “The 2nd Wave” einen Roman.

Und das mache ich jetzt.

Währenddessen versende ich willkürlich Anschreiben an gefühlte achttausend Produktionsfirmen, meine neue Serie bewerbend. Vielleicht hat ja doch mal jemand Interesse… Das wär schön.

Und für die Tippselinteressierten hier der erste, noch grobe Prolog:

Five years ago a team of brilliant scientists created an artificial wormhole to another reality.

Seven months later, another, even more brilliant, team of scientists created a way to travel through said wormhole without painfully dying in the process.

It needed a lot of energy, and it was considered to be a big risk, but the wormhole was used to find other realities to colonize.

They found one. Another planet Earth, as of yet uninhabited by humans. It was decided on to use it as Alpha Site.

The colonization began with a first wave of settlers. One hundred sixty-four people including children, forty pieces of cattle, twenty horses, six cats and three dogs. Their mission was to build a second colony for the next wave of settlers, and start to prepare this Earth for a full colonization.

On day 183 all contact with the settlement was lost.

 

Wer jetzt denkt, dass sich das wie eine Mischung aus Stargate und TerraNova anhört… der hat ein bisschen Recht. 2nd Wave kann sich gut in diese Reihe einfügen; mit dem Unterschied, dass es mit Stargate nur das Wurmloch gemein hat, und dass TerraNova, um es einmal wissenschaftlich und objektiv auszudrücken, voll doooooof ist!

 

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“First day of work, and already my minions are getting cheeky.” -Peter (2nd Wave/Pilot)

NaNoWriMo 2011

Ohne weitere Worte, Tam-Tam und Pling Geräusche:

Mein NaNo Projekt 2011: “Wellen im Wasserglas III” “The 2nd Wave”

Schaut mal vorbei: NaNoWriMo

Und mein Profil, mit Updates und Zitaten: Klick-y

 

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“Das sind Wachmänner. Die sollen bewachen. Wenn sie lachen sollten, hießen sie ja Lachmänner.”      -Mason

Yarny, ich und dieses neue Serienkonzept

Weil ich unbedingt das vielversprechende Yarny Programm für Schreiberlinge austesten wollte, und nicht wusste, wie ich das besser tun könnte als etwas zu schreiben, habe ich mich daran gemacht, ein Serienkonzept auszuformulieren, das mir seit ein paar Tagen durch den Kopf spukt.

Richtige Drehbücher kann man mit dem Programm nicht schreiben, da es keine Formatierungen gibt. Aber Notizen lassen sich recht gut dort sortieren. Das Praktische ist eben, dass man dadurch immer Sicherheitskopien auf einem anderen Server hat, falls der eigene Computer mal abstürzen sollte. Und das Layout ist auch ansprechend, wie ich finde.

Für Romane werde ich das vermutlich nicht benutzen (noch nicht??), da will ich all meine Notizen genauso in meinem Word haben, wie ich sie immer in meinem Word habe. Aber zum Plotten und Brainstormen von Drehbüchern macht es sich bisher ganz gut. Ich kann das Programm also nur weiter empfehlen, auch wenn es bisher nur die Beta-Testversion gibt.

Die Serie trägt übrigens den vielversprechenden Arbeitstitel “The Second Wave”, ist tiefste Sci-Fi und ich mache mir überhaupt nicht erst die Mühe, das Ganze auf Deutsch zu verfassen. Gleich auf Englisch, und dann wird’s sofort an Production Companies und Networks geschickt. Science-Fiction in Deutschland an den Mann bringen zu wollen ist ja noch auswegsloser als Perlen vor die sprichwörtlichen Säue zu werfen.

Und ürbigens: nicht mehr ganz einen Monat bis zum NaNoWriMo! Juchuu!

 

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“Is it the fridge? Are there aliens in my fridge?”    -Craig

Filmkritik: “Aztek Rex” – ein Titel, so vielversprechend wie “Snakes on a plane”

Aztec Rex (Tyrannosaurus Azteca)

Die beste hawaiianische Azteken-Dino-Action der Fernsehlandschaft

 

Tele 5 hat sicherlich lange Schlange stehen müssen, um dieses Juwel der TV-Kultur einkaufen zu dürfen: „Aztec Rex“ – ein Titel der Bände spricht:

Die unerschrockene, und sarkastische, Gruppe spanischer Heroen um den furchtlosen, goldgierigen (und immens attraktiven) Capitan Cortes (Ian Ziering, allen über 25jährigen noch aus ‚Beverly Hills 90210’ vertraut), landet auf einer nicht näher umrissenen Insel Südamerikas, die eindeutig nach Hawaii aussieht, um dort nach Gold zu suchen und ein paar Eingeborene zu foltern. Die Vorfreude ist groß.

Doch anstatt auf willige Sklaven, treffen die Männer auf einen fortschrittlichen Stamm Eingeborene um den aufgeschlossenen Anführer Matlal, seine intelligente, schöne, willensstarke Tochter Ayacoatl, sowie den hinterlistigen Schamanen Xocozin, der aussieht als sei er höchstens zwölf, und dem Ayacoatl gegen ihren Willen versprochen ist.

Cortes und seine Mannen, minus dem aufrichtigen Helden unserer Handlung: Teniente Rios (Marco Sanchez), der zu diesem Zeitpunkt dabei ist, eine Vergewaltigung Ayacoatls durch Xocozin zu verhindern, überfallen das völlig friedfertige Dorf und werden, sehr zu ihrem Erstaunen, von Häuptling Matlatl überwältigt und gefangen genommen.

Während Cortes oben ohne aufs Männlichste gefesselt wird, begegnen Rios, Ayacoatl und der böse Schamane der so genannten Donnerechse, die bereits seit Generationen das Dorf und seine Bewohner, inklusive dem dort gestrandeten Pater Grias, terrorisiert.

Es kommt, wie es kommen muss – erstens verliebt Ayacoatl sich natürlich sofort in den schönen und tapferen Rios (das kann ihr auch niemand wirklich verübeln, er ist einfach zu schön und tapfer), was, zweitens, zu heftigsten Eifersüchteleien bei Xocozin führt; und, drittens, Cortes sagt zu, mit seinem Kampftrupp gegen die Donnerechse zu Felde zu ziehen, um das Dorf zu retten und Freiheit für sich und seine Männer zu erkämpfen.

So weit, so wunderbar. Fast könnte man meinen, in einem Liebesdrama-Bindestrich-Naturfilm gelandet zu sein, doch dann kommen auch schon bald die von so manchem sehnlichst erwarteten, brutalen Metzelszenen mit dem Tyrannosaurus, die zwar leicht eklig sind, doch sowohl Cortes als auch Rios leiden so heroisch, und die CGI-Echse ist so lächerlich animiert, dass sich die Empathie in Grenzen hält.

Und natürlich geht alles gut aus, auch das Dreiecksliebesdrama nimmt ein Ende, das für alle Beteiligten, die am Ende noch leben, zufriedenstellend ausgeht.

Nimmt man dazu noch die allenfalls ironische Synchronisation, muss man diesen Film allen Billigmonsterfernsehfilmliebhabern wärmstens ans Herz legen!

Denn es kann kein Auge trocken bleiben bei Sätzen wie: „Gott, dein Wille ist unergründlich, und er wird von Tag zu Tag unergründlicher“, oder dem erstaunten Gesicht des Paters, der nach einem gemeinsamen Umtrunk, den Xocozin (zu diesem Zeitpunkt offen bekennender Todfeind Rios) veranstaltet hat, in Rios Becher schaut und sich wundert: „Wie sind die giftigen Pilze in Rios Becher gekommen?“

Auch folgenden Dialog möchte ich niemandem vorenthalten:
Ayacoatl: „Rios hat das Männchen besiegt. Er kann das Weibchen ebenso leicht töten!“
Rios: „Leicht?“
Grias: „Frauen!“

Alles in allem sollte „Aztek Rex“ in keiner B-Movie Kollektion fehlen! Leider habe ich keine deutschsprachige DVD finden können, nur eine britsiche Version, die allerdings nur die englische Sprachfassung bietet. Und, es ist doch so, billige Monsterfilme bekommen durch die lieblosen deutschen Synchronisationen erst den richtigen Charme, für den wir sie so lieben:

Grias: „Das ist ein schrecklicher Plan.“
Rios: „Ich habe nie etwas anderes behauptet.“

Die Schauspielleistung der Akteure hält sich arg in Grenzen, wobei ich mir gerade bei solchen Filmen nie ganz sicher bin, ob das an den mangelnden Fähigkeiten der Darsteller liegt, oder schlichtweg an den miesen Scripts – wer kann schon professionell bleiben, wenn er einem tödlich verwundeten Gefährten mit ernster Miene die Worte „Gute Besserung“ mit auf den Weg geben soll? Die CGI-Effekte sind, wie bereits angedeutet, das einzige, was hier zum Gruseln veranlasst. Und mitten während einer Belagerung durch die Donnerechse, lassen Ayacoatl und Rios sich trauen, um dann auch sofort ihre Hochzeitsnacht anzuschließen, weil der Tyrannosaurus Rex ja jeden Moment hereinbrechen kann, und man die eventuell letzten Minuten des Lebens noch voll auskosten möchte.

Das ist Fernsehkultur vom Feinsten! Ich jedenfalls habe so herzlich und so viel gelacht, wie schon lange nicht mehr! Nichtmal „Mega-Piranha“ hat mir so das Wasser in die Augen treiben können.

Doch obwohl „Aztek Rex“ sicherlich der Tiefpunkt von Ian Zierings ohnehin sehr flacher Karriere sein dürfte, hat auch dieser Film letzten Endes eine Aussage. Etwas, das wir für unser Leben lernen können: Halboffene Spanierblusen stehen jedem dreckigen Mann (im Gegensatz zu bunten Federkronen).

Link zur Cinema-Seite mit vielen Bildchen.

Link zum offiziellen IMDB Eintrag.

Bild von Rios (Marco Sanchez).

Bild von Cortes (Ian Ziering), natürlich oben ohne.

Eine Frage, mit der sich jeder Mensch wenigstens einmal im Leben befassen sollte:

Aber ein Paralleluniversum kann doch eigentlich nur am Anfang parallel sein, oder?

Es ist doch so, dass parallele Universen dadurch entstehen, weil jede Entscheidung, die wir treffen, eine Gegenentscheidung hervorruft, die sich in einer alternativen Welt manifestiert, in welcher wir eben jene Gegenentscheidung getroffen haben.*

Und dann ist es aber so, dass wenn Parallelwelten auftauchen, sei es in der Literatur oder im Kino oder im Fernsehen, diese alternativen Realitäten sich nur leicht von unserer Hauptrealitätsebene unterscheiden.

Nur… also eigentlich müsste es doch so sein, dass sich die beiden Universen, wenn wir uns für diesen kurzen Abriss auf zwei beschränken und die restlichen zigmilliarden außer Acht lassen, dass sich diese beiden Universen lediglich am Anfang noch ähnlich sind. Denn irgendwann hat es so viele winzigkleine Abweichungen gegeben, dass die beiden Welten sich so ähnlich sein dürften wie Äpfel und Froschlaich – im Idealfall irgendwie rund, und das war’s dann auch schon mit der Ähnlichkeit.

Denn so klein die Abweichungen noch zu Anfang sind, diese kleinen Veränderungen bringen neue, größere Veränderungen mit sich, die die beiden Welten stetig weiter auseinander driften lassen.

Beide Welten dürften sich fünfzig Jahre nach ihrer Trennung so weit voneinander entfernt haben, dass Parallelen nur noch vereinzelt vorhanden sind, wenn überhaupt. Und mit Trennung meine ich den Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung dazu führt, dass eine Parallelwelt in Erscheinung tritt, in welcher die Entscheidung anders gefällt wird.

Es sei denn es gibt von Außen gesteuerte Fixpunkte, Konstanten in den Zeitlinien, die dafür sorgen, dass gewisse Entwicklungen/Erfindungen/Personen zur festgelegten Zeit am festgelegten Ort stattfinden bzw. anwesend sind. Fixpunkte die unabänderbar sind. Das würde bedeuten, dass die Zeitlinien nicht geändert werden könnten, dass das Leben vorbestimmt ist (wenigstens in einem gewissen Maße) und, eventuell, dass es eine äußere Macht gibt, die das ganze steuert; sei es die Zeit, das Multiversum, Fatum, Allah, die grauen Männer oder Captain Jack Harkness.

Denkt darüber nach.

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*Das trifft natürlich nur auf gewichtige Entscheidungen zu, nicht solche, die sich mit dem Dilemma befassen, ob an einem Schokopuddingdienstag Vanillepudding gegessen werden darf.
Außerdem bedeutet es, dass es im Multiversum zu jedem gegebenen Zeitpunkt zigmilliarden Parallelwelten geben muss.