CampNaNoWriMo – Der (fast) Halbzeitbericht

Tag 13.

Wörter: 30,343

Bedenkt man, dass ich zwei volle Tage lang nichts geschrieben habe, sind >30,000 Wörter ehe der halbe CampNaNoWriMo rum ist doch kein schlechtes Ergebnis.

Woran ich jetzt arbeite:

“The Universe Within”, die Kurzgeschichte für den Sci-Fi Wettbewerb ist am fünften Tag (letzte Woche Dienstag) beendet worden mit einer Gesamtheit von 15,143 Wörtern. Sie befindet sich gerade in der Korrekturlese bei einer unabhängigen dritten Partei.

“Wellen im Wasserglas II” ist so gut wie fertig, zu sagen wir mal 4/5. Das liegt daran, dass ich damit schon fast zu einem Drittel durch war, ehe das Camp angefangen hat. Aber wer jetzt denkt, ich schummele, der liegt falsch: die bereits vorher geschriebenen Wörter ziehe ich immer ganz brav von der Gesamtzahl ab.

“The Journey Back to You” habe ich diesen Sonntag angefangen und bin jetzt bei etwas <5,000 Wörtern damit.

Das hört sich vielleicht etwas chaotisch an, von wegen drei Geschichten und so, aber ich habe eigentlich einen ganz guten Überblick.

 

Interview:

Mel: “Und wie fühlt man sich so nach 12 Tagen Torturtippen?”

- “Och es geht so. Hauptsache, die Kekse gehen nicht aus, alles andere ist eigentlich relativ.”

 

Mel: “Gibt es irgendwelche nennenswerten Veränderungen im Schreibprozess nach so viel Zeit am Keyboard?”

- “Die Tippfehler häufen sich. Enorm. Plötzlich macht man Fehler, von denen man nicht dachte, dass sie möglich sind. Und man hat manchmal so Aussetzer, da blinzelt man nur die Tastatur an und fragt sich, wie das eine Wort nochmal heisst, dass einem auf der Zunge liegt, das man eben noch geschrieben hat, auf dass man aber plötzlich nicht mehr kommt. Wörter wie ‘und’ oder ‘ich’ – da zweifelt man schonmal an seinem Verstand. Gestern habe ich wie ein Zombie dagesessen und wusste plötzlich nicht mehr, wie man Galaxie schreibt! Da dachte ich, es geht zuende mit mir. Von jetzt an nur noch bergab.”

 

Mel: “Ja, an den Augenblick können wir Musen uns auch noch genau erinnern. Sam hat ein Photo davon gemacht.”

- “Was? Das stellt ihr auf keinen Fall hier drauf!”

Mel: “Hahaha!”

Mel: “Wie sieht es eigentlich mit Tageslicht aus? Und Frischluft? Soll ich mal die Rollos hier aufz–”

- “NEIN! Untersteh dich!”

 

Mel: “Hu, Tageslicht! Hihi!”

- “Dieses Interview ist beendet!”

 

Mel: “Wir haben noch ein Photo. Von gestern Abend…”

- “Argh!”

Ich… ich kann das erklären… das war… ich war müde… und meine Protagonisten wollten nicht so, wie ich wohl wollte, und… ach, was soll’s.

Der CampNaNoWriMo lässt einen eben zum Äußersten gehen – die eigenen Grenzen überschreiten. Und was liegt dahinter? Sagen wir es gemeinsam: Der Wahnsinn. Genau.

 

In diesem Sinne – wir sehen uns jenseits der Grenzen, Freunde! Mwahahahaaaaaaaaa…

 

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Zitat des Tages:

“Did he just save the world from aliens and then bring all the aliens back again?”    -Rory

The Universe Within

CampNaNoWriMo. Tag 5. Ein kurzer Rückblick.

Und in der Nacht des vierten Tages schrieb der Poet “The End” unter sein Werk. Und er sah, dass es gut war, und dass er über 15,000 Wörter geschrieben hatte. Und er fiel dankbar ins Bett.

Und es ward tiefere Nacht, und es ward Morgen und siehe, da ward die Novelle fertig, und es kam eine große Freude auf.

Und der Poet sprach: “Es soll gut sein so. Und der fünfte Tag soll dem Gegenlesen gewidmet werden.”

So geschah es.

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Um es kurz und bündig zu machen: Der gestrige Tag wurde weniger am Computer verbracht, als, bewaffnet mit Stiften und Ausdrucken, beim Korrekturlesen.

Ich weiß nicht, wie es anderen Schreiberlingen geht, aber ich lese trotz allem lieber ausgedruckt als vom Bildschirm. Dann seh ich irgendwie mehr.

Korrekturlesen ist zwar nicht mehr ganz so aufregend und prickelnd wie das Verfassen einer Geschichte, muss aber sein. Schon allein wegen der ganzen Tippfehler, die man vorher x-mal übersehen hat.

Zum Korrekturlesen mache ich es mir gerne gemütlich, setze oder lege mich irgendwo hin, und gehe alles ganz penibel nochmal durch, von Anfang bis Ende. Merze Tippfehler aus, betrachte den Storybogen bzw. die Storybögen, falls es mehrere davon gibt, überlege, ob es nicht Stellen gibt, die man getrost wegkürzen kann, weil sie nicht mehr passen oder nie Sinn gemacht haben.

Manchmal hat man dann als Autor auch so Aha-Momente, wo man sich fragt: Das habe ich doch nie im Leben geschrieben! Was sagt mein Protagonist denn da, dieser Hirni? Wenn ich das alles so lassen soll, also dann ess ich jetzt noch mindestens drei Kekse! Und all die Tippfehler; was bin ich nur für ein mieser Autor!? Ach, was auch immer. Poughkeepsie!

Ein bisschen wie die fünf Stationen der Trauer: Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz Wahnsinn; drei davon finden sich in dieser Collage wieder.

Was macht mein Protagonist denn da?

Das alles streiche ich an bzw. kritzele auf den Papierrand. Und wenn ich alles durchgeackert habe, dann gehe ich zurück an den Computer und übertrage meine Änderungen und alles wird letztendlich doch noch gut.

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Camp NaNoWriMo. In Bildern.

Tag 4 in Bildern. Anmerkung dazu: Habe noch soeben mein Tagespensum von 2,500 Wörtern geschafft, ohne komplett auszurasten, obwohl mir zwischendurch schon danach war. Tayfun, mein Protagonist, macht nicht, was er machen soll, sagt nicht, was er sagen soll und was den Plot angeht, der ist jetzt völlig in den Acker gekickt worden; warum weiß ich auch nicht so genau, und wer daran Schuld hat weiß ich auch nicht – aber ich nicht!

1.) Des Pappkartonpoeten Schreibtisch:

 

2.) Der Pappkartonpoet bei der Arbeit, schon leicht verrückt.

Mitten in der Katastrophe lasse ich meine Protagonisten alleine!

Tag 3, Addendum:

Was ich heute gelernt habe:

- Man kann an einem Tag über 5,000 Wörter schreiben, man bezahlt dies allerdings unter Umständen mit seinem gesunden Menschenverstand.

- Fischstäbchen ohne Panade schmecken fast gut.

- Lakritzkugeln und Oreos sind keine besonders glückliche Kombination.

- Wenn man seinen Protagonisten, die ohnehin nicht machen, was man von ihnen verlangt, künstlerisch freie Hand lässt, kann dabei manchmal etwas Gutes herauskommen.

- Ameisen machen sich hervorragend im Nebenplot.

- Wenn die Hände zittern und das Bild vor den Augen verschwimmt ist das nur die Schmerzgrenze, die es zu überwinden gilt.

- Anderen Campern geht es genauso wie mir, aber wenn wir zusammenhalten, werden wir wenigstens nicht alleine verrückt.

 

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Zitat des Tages:

“Mister Flibble is very cross.”  -Rimmer

Friday I’m in Love

Camp NaNoWriMo beginnt am Freitag und ich möchte so gerne das Care Package haben! Leider ist das preislich nicht ganz drin derzeit… SEUFZ, so als mittelloser Pappkartonpoet lebt es sich schon schwer.

Anyway! Geschichtenmäßig habe ich, was Camp NaNo angeht, umdisponiert. Die dritte, was schreib ich denn da: vierte!, Subrealitynovelle muss noch warten, bis sie den Toner des Druckers erblickt. Statt dessen werde ich mich an ein Science-Fiction Projekt für einen Wettbewerb machen. Und zwar diesen hier. 15.000-20.000 Wörter, Einsendeschluss ist September.

Falls ich die sci-fi Geschichte vollende, kann ich die fehlenden Wörter bis zur 50.000 Grenze für Camp NaNo ja noch mit der Subrealitynovelle aufstocken. Aber da die Sommerferien erst in der letzten Juliwoche anfangen, werd ich eh vorher wenig Zeit haben.

Jedenfalls bin ich mit der Planung schon so weit, dass ich eigentlich so weit anfangen könnte: Personen, Kapiteloutline, Gesamtstorybogen – alles schon niedergeschrieben und mit Buntstift in einem eigenen Notizheft verewigt… das Vorbereiten und Planen und Ausdenken und Verwerfen und Doch-Wieder-Neu-Dazu-Nehmen und Ändern und Ausschmücken macht mir besonders viel Spaß. Ein Buch zu planen ist fast so schön, wenn nicht genauso schön, wie es letztendlich zu schreiben …

In diesem Sinne: Happy Camping NaNoWriMo!!!


glitter-graphics.com

 

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Zitat des Tages:

“If my doctor told me I had only six minutes to live, I wouldn’t brood.  I’d type a little faster.”       -Isaac Asimov

Schmetterlinge im Gewächshaus

Dies ist ein sinnloser Eintrag. Ich sage das gleich vorweg, damit niemand enttäuscht ist. Beim Herumsurfen hab ich mal wieder hier vorbeigeschaut und dachte, ich könnte etwas Aktuelles beitragen. Dies ist im Moment allerdings etwas schwierig, da ich nichts Aktuelles beizutragen habe:

 

Anton: 6.067 Wörter (werde ich damit jemals fertig? Wo ist meine Motivation? Im Dauerurlaub auf Hawaii?)

Wellen im Wasserglas II: Ja, gut, macht sich einigermaßen, allerdings habe ich seit dem letzten Update keinen Deut daran gearbeitet, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.

Albertine (Subreality-Novelle): 8.005

Aquila (Vers-Epos): Befinde mich noch in der Exposition

Theaterprojekt: neues Datum veranschlagt, haha!

Und was mache ich heute an diesem gesegneten Feiertag? Hmmm…:

Short: Ein wichtiges Telefongespräch, Teil 2

Das zweite Gespräch aus der Reihe “ein wichtiges Telefongespräch”.

 

Person: Eine junge Frau, Mitte Zwanzig

 

„Hej du, ich bin’s. Stör ich grad? Ach gut. Nee, ich wollt nur mal ein bißchen quatschen – nichts Neues. Oder doch, warte mal, ich hab immer noch nichts von diesen Praktikumsfutzis da gehört. Pff, weißte, die stellen sich vielleicht an. Wollen keine Teilzeitkraft einstellen, weil, Himmel hilf!, das könnte ja Geld kosten, da müsste man dann ja Gehalt zahlen und eine unterbezahlte Praktikantin kann das ja fast genausogut machen, und dann behandeln die diejenigen, die sich dann auch noch auf das Angebot bewerben, weil se nix Besseres kriegen können und sich denken, besser ein Praktikum als ne verdammte Leerstelle im Lebenslauf, die behandeln die dann so von oben herab. Ja, ich hatte doch mit denen telephoniert letzte Woche Montag und da hieß es dann ja schon, dass die ausgeschriebenen ‚Chancen auf Festanstellung’ im Moment eher nicht so gut aussehen, sprich: war eh nie im Angebot sondern hat nur die Stellenausschreibung besser aussehen lassen. Gut, hätt ich jetzt ohnehin nicht gewollt, aber trotzdem, was soll denn das? Und dann meinten se, se melden sich bis zum Wochenende und, ja, jetzt ist halt Mittwoch. Ich meine, was soll denn das bitteschön?! Meinen die echt, jemand bewirbt sich auf diese Kackstelle, weil er oder sie als überqualifizierter Studienabgänger sich nichts Besseres vorstellen kann, als für umgerechnet zwei Euro fünfzig die Stunde den Empfangswauwau für irgendeine NoName Versicherungsagentur zu geben, um dann ja doch nicht übernommen zu werden? Nö, jetzt hab ich dann halt erstmal keinen Praktikumsplatz und weniger als zwei Euro fünfzig die Stunde in der Tasche. Kann ich meinen Eltern wieder nicht erzählen, dann heißt es gleich wieder, ich hätte mich doch woanders bewerben wollen, wo man auch Karrierechancen hat und wo ich dann halt gleich bleiben kann. Ja, natürlich, meine Eltern denken ja auch, ich werd jetzt irgendwo Angestellte in einer Firma und bleib dann da und das ist dann meine Lebenserfüllung. Süß, oder? Ich weiß, dass du das weißt, aber manchmal muss ich das einfach noch mal laut sagen, um mir der Komik dieser Aussage bewußt zu werden. Oder Tragik, ja, hast ja recht. Wie lange kennen die mich jetzt schon, sechsundzwanzig Jahre, und die denken, ich schalte meine Träume einfach so von jetzt auf gleich ab, bloß weil sie das gerne hätten? Machen deine auch, ich weiß, ist ja auch viel bequemer. Dann muss man sich nicht mit Sorgen Co-Abhängig machen. Wir können ja schon froh sein, dass keiner unser Väter Anwalt oder so ist und erwartet, dass wir seine Kanzlei übernehmen. Dann hätten wir ihnen schon viel früher das Herz brechen müssen. Das Ironische ist nur: Solange man an seinen Träumen nur arbeitet und noch keinen Erfolg damit hat, versuchen se, es einem auszureden; aber sobald man’s dann geschafft hat, dann kommen so Aussagen wie ‚Wir haben’s ja immer gewußt’ und dann wird man plötzlich dafür bewundert, dass man all die Jahre so hart daran gearbeitet hat und sich so verbissen daran festgeklammert. Mann, das kotzt mich manchmal echt an. Weißte, es gibt so Sätze, wenn ich die irgendwo höre oder lese, da könnt ich schon schreien. So Sachen wie ‚Und dann die Haare locker mit Haarnadeln feststecken’ oder halt ‚Denk mal darüber nach, ob es das wirklich Wert ist’. Doch! Das war genau der Satz in genau der Betonung, den ich als erstes gehört habe, als ich mit der Lufthansa-Absage kam. Die wollten gar nicht hören, dass man auch noch woanders ne Pilotenausbildung machen kann, die dann halt verdammt teuer ist, oder dass ich überlege, in die USA zu gehen, weil es dort billiger ist. Den Pilotentraum konnt ich denen nur solange verkaufen, wie er einfach, sicher und schnell zu erreichen war, mit guten Zukunftsaussichten. Pilot bei Lufthansa gleich Prima. Pilotenschein irgendwie woanders machen für teures Geld gleich Drama. Und jetzt hat meine Mama so einen Artikel gelesen von so einer Frau, die da meinte, ein Buch darüber schreiben zu müssen, dass es keine ‚Berufung’ gibt und dass man sich zufriedengeben muss, und dass es keine wirklichen Träume gibt, die es Wert sind, verwirklicht zu werden. Ich meine, hallo? Geht’s noch? Da schreibt die ein Buch drüber? Ja, ja, ist doch absurd! Ich räume ein, dass es Menschen ohne Berufung gibt und Menschen, die vielleicht wirklich keine Träume haben. Aber man kann doch nicht von sich so auf die Allgemeinheit schließen und denjenigen, die eine Leidenschaft haben, die sie verwirklichen müssen, weil sie sonst zugrunde gehen, solche Sachen entgegen schleudern; das ist ja ein Tritt in die Magengrube! Nee, das ist nur Wasser, ich mach mir nen Tee. Such ich halt weiter nach irgendner Teilzeitstelle oder Praktikum – irgendwie muss ich ja das Geld für den Schein zusammenkriegen. Ich dachte, das ist voll easy nach dem Studium, hast’n Abschluss, kriegste schnell einen guten Job, kannst sparen und dann ab Richtung Himmel wo die Sonne immer scheint. Ja, Pustekuchen. Hätt ich mal ne Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht, wie all die anderen Tränen aus meiner Klasse – die haben jetzt einen festen Job, ein gutes Gehalt und vermutlich ne schicke Wohnung und ein Haus in Aussicht. Und einen Mann und zwei Kinder und den obligatorischen Hund und in zwanzig Jahren sitzen se zuhause und halten’s nicht mehr aus, weil ihnen irgendwas fehlt, das sie aber nicht näher greifen können und ach, vielleicht doch ganz gut, dass wir das nicht gemacht haben. Jetzt hängen wir halt mal ne Weile in den Seilen und brauchen Geld von Mama und Papa, um zu überleben. Aber wenigstens arbeiten wir an unseren Träumen und das hält aufrecht. Ich weiß. Und wir schaffen das auch. Und jetzt muss ich Wasser aufgießen und in der neuen Zeitung die Bewerbungsausschreibungen durchgehen. Hauptsache, das Praktikum ist nicht total unterbezahlt; und wenn’s ganz übel kommt hält mich bei der Stange, dass ich das alles nur mache, um von hier wegzukommen. Aber das sagen wir keinem solange es noch nicht soweit ist. Die wollen einem das ja doch nur ausreden und ich hab einfach keinen Bock mehr zu diskutieren. Okay, mach ich. Mach’s gut, ja, wir telefonieren morgen wieder. Dann kannst du mir sagen, wie’s bei dir gelaufen ist. Viel Glück! Alles klar! Tschaui!“

 

Camp NaNoWriMo?! Awesomecake!!

Okay, wie cool ist das?! NaNoWriMo, der National Novel Writing Month, der eigentlich immer im November stattfindet, erhält eine Sommerausgabe!

Also, das ist nämlich so mit dem NaNo und mir: November ist irgendwie immer blöd. So halt. Da ist meistens viel zu tun, der letzte Monat vor den Weihnachtsferien, Vorbereitungen, Klassenarbeiten, Abschlussfeiern, Adventszeitvorbereitung, und und und.

Deswegen war ich nicht die Einzige, die Hin und Weg war von der neuen Sommercampidee der NaNoWriMo Veranstalter:

Camp NaNoWriMo im Sommer. 50.000 Wörter in einem Monat, aber im Liegestuhl am Strand (oder so ähnlich). Sommerferien ahoi!

Camp NaNoWriMo – die erste ofizielle Ankündigung

NaNoWriMo – Homepage

Vielleicht schaffe ich es dann ja endlich mal, meine 50.000 Wörter vollzukriegen…

Übrigens habe ich Teil 2 von “Wellen im Wasserglas” beinahe beendet! Yay!

Aufräumen in der Schreibstube. Juchuh…?

Eigentlich sollte ich an meinem Drehbuch weiter schreiben. Aber gerade habe ich so ein kleines Kreativloch erreicht, und weil ich auch keine neuen, sehenswerten Science-Fiction Filme in Reichweite habe, um mich abzulenken, scrolle ich mich so durch meinen Computer und mache eine Bestandsaufnahme.

Mein Harddrive ist brechend voll von Geschichte, Drehbüchern, Romanen, Romananfängen, Ideen, Hörspielen, Theaterstücken, und, und, und.

Ich bin außerdem ein ordentlicher Mensch, und deswegen hat alles einen eigenen Ordner, einen eigenen Unterordner und in ausgedruckter Form dasselbe nochmal.

Wenn ich so weitermache, dann habe ich bis ich dreißig bin bestimmt zwanzig Drehbücher, acht Novellen und etwa hundert andere Schreibseldinge hier herumfliegen (falls sich der werte Leser wundert: so lange dauert das nicht mehr). Meine Enkel werden später in dem ganzen Kram untergehen werden, ich schmeiß ja auch kaum was weg.

Aber die Frage, die mich nachts quält und schlaflos an die Decke starren lässt ist: Was mache ich mit dem ganzen Brimborium?

Wohin mit den Drehbüchern? Was tun mit den Novellen? Wem meine Serienkonzepte vorlegen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.

Vermutlich werde ich sterben, ehe irgendjemand meine Werke liest, und nichtmal posthum veröffentlicht werden, weil meine Kinder, diese undankbaren Blagen, alles in Kartons packen und anzünden werden, damit auf dem Speicher endlich wieder Platz ist.

Dabei ist das meiste sogar ziemlich gut. Verdammt gut, um es mal salopp auszudrücken.

Aber ich kann ja kaum zum nächsten namhaften Verlag gehen, mich zum Chef vorkämpfen und sagen: “Vergessen Sie die ganze Scheiße, die dem deutschen Literaturmarkt das Niveau unterm metaphorischen Allertwertesten wegreisst. Lesen Sie mein Buch und vergießen Sie Tränen der Dankbarkeit!”

Dafür bin ich einfach nicht der Typ.

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Zitat des Tages:

“I am interested in entertaining people, in bringing pleasure, particularly laughter, to others, rather than being concerned with ‘expressing’ myself with obscure creative impressions.”    -Walt Disney (I love you, man, I effing love you.)

njojn

Ich tippe nur ein Wort, weil ich mehr nicht sollte:

SEHNENSCHEIDENENTZÜNDUNG!

ScriptFrenzy 2011: erledigt

Tag Drei des diesjährigen ScriptFrenzys war für mich auch schon der letzte:

Nicht zu fassen, was für ein verrückter Sonntag!

Resourcen, die ich gestern benötigt habe, um zwischen 8 Uhr morgens und 11 Uhr abends etwas über 80 Seiten zu tippen:
Tee – 5 Liter

Wasser – 1,5 Liter

Saft – 1 Glas

Schokolade – 1 Stück

Kekse – 4 Stück

Apfel – 1 Stück

Tomate – 2 Stück

Zucchini/Möhrenpfanne – 1 Teller

Toast – 2 Stück

Internet – Ja!

Infos zum Drehbuch:

Seiten – 101 (Rohversion)

Wörter – 15.973

Arbeitstitel – 17 Briefe

Genre – Romanze, Komödie, Märchen

OST – Anna Nalick: “Shine”, Lindsay Ray: “Brand New Day”, Matchbox20: “Bed of Lies”, Matchbox20: “Could I be you”

Schauspieler: Simon Baker, Zooey Deschanel, Josh Duhamel, Josh Lucas, Mary Kate und Ashley Olsen als lol-Bonus

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Zitat

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ROBERT: Würden Sie wohl ihr Kind von meinem Bein entfernen?!

MUTTER: Oh, das geht nicht. Tabitha-Lillith wächst ganz nach den Prinzipien der freien, anti-autoritären Erziehung nach Sudbury auf. Wir setzen ihr keine Regeln, die sie emotional einengen könnten.

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Script Frenzy 2011 – nur noch ein Jahr…

… bis die Welt untergeht, laut John Cusack. Also packe ich mental schonmal alles zusammen für den vielleicht letzten Script Frenzy vor der Apokalypse.

Was ist Script Frenzy? Nun, Script Frenzy ist eine non-profit Organisation, die erstmal eine Webseite zur Verfügung stellt. Dort kann sich jeder anmelden, der gerne mitmachen möchte. Ziel ist es, innerhalb eines Monats, jedes Jahr im April, ein Drehbuch von mindestens 100 Seiten zu schreiben.

Doch Script Frenzy ist mehr als nur eine Seite, auf der jeder registrierter Benutzer seine aktuelle Seitenanzahl angeben kann und am Monatsende im Gewinnfalle eine schicke Plakette bekommt. Sehr, sehr viele Menschen nutzen Script Frenzy. Und was während dieses einen Monats weltweit passiert, ist eigentlich fast unglaublich: wildfremde Menschen treffen sich zum gemeinsamen Schreiben, in online Foren und auch live. Viele Cafés und Bibliotheken bieten ‘Write Ins’ an, also feste Zeiten, an denen Script Frenzy Teilnehmer zum Schreiben, Austauschen und Mitmachen eingeladen werden.

Bekannte Autoren und Drehbuchverfasser geben Tipps und Hinweise zum Schreiben, feuern mit an und unterstützen das Ganze durch ihr Gutheißen der Aktion.

In den Leben vieler Schreiberlinge wird das Real Life (also das echte Leben) einen Monat lang sträflich vernachlässigt, um sich dem Schreiben zu widmen – und einen Monat lang ist man als Schreiberling damit nicht alleine!

Script Frenzy (und auch die Mutterorganisation NaNoWriMo) schaffen etwas, das sonst nichtmal engste Familienangehörige schaffen: Dass wir Schreiberlinge mal rauskommen und unsere sozialen Kontakte pflegen – jedenfalls mit anderen Schreiberlingen.

Wir sitzen dennoch die meiste Zeit des Tages und der Nacht am PC/Laptop und tippseln – aber wir tun es einen Monat lang in dem Wissen, dass wir ein Teil einer weltweiten Tippselbewegung sind. Einen Monat lang fühlen wir uns nicht einsam und allein.

Ich finde das toll.

lol + drama = lama

Ich denke, es ist an der Zeit einen erneuten Misserfolg einzustecken:

Aber das macht nichts, weil mein Filmscript MEGAGUT vorankommt und ich deswegen äußerst zufrieden mit mir selbst bin.

Wenn ich tot bin, spende ich meinen Körper für Science-Fiction

Auf Seite 14 des Scriptes für den neuen Film. Ich wäre vielleicht schon weiter, hätte ich nicht Unterricht vorbereiten müssen, ein passendes Desktophintergrundbild gebastelt und mich stundenlang via Email über die unbestreitbare HOTNESS Ba’als unterhalten. (Ba’al. Cliff Simon. Stargate SG-1. Seufz.)

Nun ja. Immerhin auf Seite 14. Und was in dieser Phase zählt ist nicht der Wörteroutput für das Script, sondern wie weit die Planung ist, und die habe ich heute auch enorm vorangetrieben. Ich weiß jetzt praktisch ALLES über alles und jeden. Ha!

Das ist für mich das Schönste am Scriptschreiben – die Welt, die aufgebaut wird und vor der eigentlich selten alle Teile auch gezeigt werden können, weil sie so weitverzweigt ist. Es ist so unglaublich befriedigend, sich komplett aus allem rauszuziehen und sich in der eigenen Welt zu verlieren und dabei zu wissen, dass es nicht alles nur in meinem Kopf verschwindet, sondern auf Papier kommt und eines Tages gedruckt bzw. verfilmt wird.

Und dann könnt ihr alle das Buch zum Film mit all meinen Notizen und Bildern kaufen, denn ich halte stets alles penibel fest!

Ich verstehe nicht, wie andere Leute ohne diese Komponente Leben können. Ich verstehe nicht, was sie antreibt. Wirklich nicht. Manchmal frage ich vorsichtig, aber ich habe noch nie eine Antwort bekommen, die für mich Sinn ergibt. Vielleicht bin ich verrückt.

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Quote of the day:

“Are you dismissing my idea out of hand because I’m human? Or because I’m a woman?”

“A little of both, I suppose.”

Sam/Ba’al.

NaNoWriWas?

Was zu erwarten war war, dass ich nach ungefähr einer Novemberwoche genug Stress mit Real Life haben würde, um dem NaNoWriMo den Rücken zuzukehren.
In der Graphik zu sehen: Real Life Win.

Nicht zu erwarten war, dass ich einfach Null Motivation für die Novelle hatte und mich dann, nach Verfassen einer kompletten TV-Serie als Treatment und deren Pilotfolge als Script, plötzlich ein neues Plotbunny in meiner Schreibtischschublade fand. Nun stehe ich also vor einer schwierigen Entscheidung; gebe ich dem neuen Plotbunny nach? Reisse ich mich verdammtnochmal am Riemen und bringe die angefangene Novelle zu einem Ende (und beende den NaNoWriMo in Würde)? Oder lasse ich beides sausen und widme mich dem wahren, harten Leben? Und ist das überhaupt eine faire Wahl? Wo ich doch für die neue Idee schon einen Ordner angelegt habe…

Eines steht jedenfalls fest:

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