Aufräumen in der Schreibstube. Juchuh…?
May 3rd, 2011 at 2:56 pm (Geekhausen)
Eigentlich sollte ich an meinem Drehbuch weiter schreiben. Aber gerade habe ich so ein kleines Kreativloch erreicht, und weil ich auch keine neuen, sehenswerten Science-Fiction Filme in Reichweite habe, um mich abzulenken, scrolle ich mich so durch meinen Computer und mache eine Bestandsaufnahme.
Mein Harddrive ist brechend voll von Geschichte, Drehbüchern, Romanen, Romananfängen, Ideen, Hörspielen, Theaterstücken, und, und, und.
Ich bin außerdem ein ordentlicher Mensch, und deswegen hat alles einen eigenen Ordner, einen eigenen Unterordner und in ausgedruckter Form dasselbe nochmal.
Wenn ich so weitermache, dann habe ich bis ich dreißig bin bestimmt zwanzig Drehbücher, acht Novellen und etwa hundert andere Schreibseldinge hier herumfliegen (falls sich der werte Leser wundert: so lange dauert das nicht mehr). Meine Enkel werden später in dem ganzen Kram untergehen werden, ich schmeiß ja auch kaum was weg.
Aber die Frage, die mich nachts quält und schlaflos an die Decke starren lässt ist: Was mache ich mit dem ganzen Brimborium?
Wohin mit den Drehbüchern? Was tun mit den Novellen? Wem meine Serienkonzepte vorlegen?
Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.
Vermutlich werde ich sterben, ehe irgendjemand meine Werke liest, und nichtmal posthum veröffentlicht werden, weil meine Kinder, diese undankbaren Blagen, alles in Kartons packen und anzünden werden, damit auf dem Speicher endlich wieder Platz ist.
Dabei ist das meiste sogar ziemlich gut. Verdammt gut, um es mal salopp auszudrücken.
Aber ich kann ja kaum zum nächsten namhaften Verlag gehen, mich zum Chef vorkämpfen und sagen: “Vergessen Sie die ganze Scheiße, die dem deutschen Literaturmarkt das Niveau unterm metaphorischen Allertwertesten wegreisst. Lesen Sie mein Buch und vergießen Sie Tränen der Dankbarkeit!”
Dafür bin ich einfach nicht der Typ.
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Zitat des Tages:
“I am interested in entertaining people, in bringing pleasure, particularly laughter, to others, rather than being concerned with ‘expressing’ myself with obscure creative impressions.” -Walt Disney (I love you, man, I effing love you.)