Accio Thesaurus

Status von “The 2nd Wave”: 54,639 Wörter. Ich habe also in 11 Tagen mickrige 4,000 Wörter geschafft, ein peinliches Ergebnis.

Zu meiner Verteidigung habe ich nichts vorzubringen. Rein garnichts. Außer das übliche Vorweihnachtsbrimborium, aber das hat sich bisher stark in Grenzen gehalten.

Allerdings ist es jetzt nicht mehr weit bis zum finalen Showdown, das Ende ist also in Sicht. Vielleicht bin ich deswegen so demotiviert – ich kann das Ende ja bereits sehen, da muss ich nicht mehr wie verrückt spurten, um es zu erreichen.

Außerdem will ich Schnee, verfrellt nochmal! Es ist Winter. Winter! Es sollte schneien und eisen und klirren vor Kälte. Väterchen Frost und der Weihnachtsmann sollten eine Kühlschrankparty auf meinem Balkon veranstalten! Stattdessen ist es regnerisch und neblig und herbstlich. Blergh. Ich wandere aus.

Doch ich schweife ab.

Hier einige Gedanken zu “The 2nd Wave”, willkürlich und unsortiert, wie immer:
 

John ist großartig; ich möchte ihn heiraten.
Emily ist auch ziemlich toll; die würde ich auch heiraten.
Der Jurassic Park Soundtrack hat Eins A als Motivationsmusik funktioniert – bis zum ersten Showdown; jetzt brauche ich dringend etwas Neues, habe jedoch noch nichts gefunden. Agonie!
Man kann sich tagelang von Tee und Lebkuchen ernähren, ohne allzu große mentale Einschränkungen im täglichen Leben.
Meine armen, zuckerabhängigen Wissenschaftler haben mal wieder keine Chance, ungestört ihre Schokolade zu verzehren. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Ich habe seit November an keinem einzigen anderen Projekt gearbeitet als an “The 2nd Wave”; vielleicht rührt daher meine allgemeine Demotivation…

 

Zum Abschluss ein kleiner Auszug:

But in his fiercest nightmares, John always went back to his first night in the kennel. He saw the huge hounds with their sharp teeth and fervent eyes approaching him, every fibre in their bodies tense, the four of them appearing as one solid wall of teeth and claws, coming closer to rip apart the intruder. The stench of foul breath and wet fur hung in the air, and something else, something he recognized in his dreams as the scent of his own fright. And in his dreams, the dogs always won.

21:56h, und ich habe nur Folgendes mitzuteilen:

Nananananananana nananananananana BATMAN

“Duncan’s views were a bit out there, even by their standards – he believed a lot of things, may Hades bless his undying soul.”
Luke coughed, “That from a man who believes mime artists are really normal people imprisoned in invisible boxes.”

 

 

Stats:

Wörter bis jetzt: 35,254
Das heisst in Tee: ca. 800 Liter
Ist die Geheimgesellschaft schon aufgetaucht? Ja.
Ist das Mysterium mysteriös und unergründlich? Ja!
Mein derzeitiger Geisteszustand als Youtube Video:
 

 

 

Yarny, ich und dieses neue Serienkonzept

Weil ich unbedingt das vielversprechende Yarny Programm für Schreiberlinge austesten wollte, und nicht wusste, wie ich das besser tun könnte als etwas zu schreiben, habe ich mich daran gemacht, ein Serienkonzept auszuformulieren, das mir seit ein paar Tagen durch den Kopf spukt.

Richtige Drehbücher kann man mit dem Programm nicht schreiben, da es keine Formatierungen gibt. Aber Notizen lassen sich recht gut dort sortieren. Das Praktische ist eben, dass man dadurch immer Sicherheitskopien auf einem anderen Server hat, falls der eigene Computer mal abstürzen sollte. Und das Layout ist auch ansprechend, wie ich finde.

Für Romane werde ich das vermutlich nicht benutzen (noch nicht??), da will ich all meine Notizen genauso in meinem Word haben, wie ich sie immer in meinem Word habe. Aber zum Plotten und Brainstormen von Drehbüchern macht es sich bisher ganz gut. Ich kann das Programm also nur weiter empfehlen, auch wenn es bisher nur die Beta-Testversion gibt.

Die Serie trägt übrigens den vielversprechenden Arbeitstitel “The Second Wave”, ist tiefste Sci-Fi und ich mache mir überhaupt nicht erst die Mühe, das Ganze auf Deutsch zu verfassen. Gleich auf Englisch, und dann wird’s sofort an Production Companies und Networks geschickt. Science-Fiction in Deutschland an den Mann bringen zu wollen ist ja noch auswegsloser als Perlen vor die sprichwörtlichen Säue zu werfen.

Und ürbigens: nicht mehr ganz einen Monat bis zum NaNoWriMo! Juchuu!

 

_____________
“Is it the fridge? Are there aliens in my fridge?”    -Craig

Theaterstück: ein Grund für Zusammenarbeit

 Ein Grund für Zusammenarbeit

Zweiakter für 3 Personen

Handlungsort: Ein leeres Klassenzimmer in der großen Pause

Dramatis Personae: Youssef, Klasse 12; Mia, Klasse 8; Eugen, Klasse 5

 

AKT 1

Youssef, Mia, Eugen

Ein leeres Klassenzimmer

Youssef lehnt am Lehrerpult und wartet das Klingeln zum Pausenbeginn ab, das nicht lange auf sich warten lässt. Kurz darauf kommen fast gleichzeitig Mia und Eugen zur Tür herein. Der Lärm auf dem Flur zeigt an, dass alle anderen Schüler in die große Pause rasen.

Youssef trägt Kordhosen und ein Hemd, darüber einen Pullunder mit Rautenmuster.

Mia ist ganz in schwarze Gewänder gekleidet und postuliert Gothic-Schick.

Eugen trägt einen schwarzen Designeranzug mit einer schwarzen Krawatte und eine teuer wirkende Sonnenbrille. Sein Haar ist fesch beiseite gegelt.

Als Eugen und Mia eintreten, stellt Youssef sich gerade hin. Die drei nicken sich zu, grüßen sich allerdings nicht weiter verbal. Es ist eindeutig an ihrer Haltung abzulesen, dass sie sich gegenseitig nicht unbedingt leiden können. Der Gesprächston ist höflich-geschäftlich, aber misstrauisch.

YOUSSEF: Danke, dass ihr gekommen seid.

MIA:  Nicht deinetwegen.

EUGEN: Worum geht’s? Meine Zeit ist nicht gestohlen.

YOUSSEF: Ich weiß, dass unsere Wege bisher getrennt verlaufen sind und ich habe keine Ambitionen, das zu ändern. Aber es ist etwas geschehen, das uns alle betrifft und dem wir uns als Schüler gemeinsam entgegenstellen müssen.

Mia und Eugen tauschen einen misstrauischen Blick, sind aber ganz Ohr.

YOUSSEF: Es geht um die angekündigte Umstrukturierung der Cafeteria. Davon habt ihr gehört?!

Mia und Eugen nicken.

YOUSSEF: Jule, unsere Schulsprecherin, war gestern in der Lehrerkonferenz und hat die neuen Pläne gehört. Es geht nicht darum, die Cafeteria neu zu gestalten. Die Schule will keine Süßigkeiten mehr dort verkaufen.

Mia atmet entsetzt ein. Eugen zeigt keine Reaktion.

MIA: Nein!

YOUSSEF: Ab nächsten Monat wird es nur noch Dinkelbrot mit vegetarischem Aufstrich zu kaufen geben. Keine Brötchen, kein Fleisch, keine Schokolade.

MIA: Das… das darf nicht wahr sein.

EUGEN: Ist denen denn nicht klar, welche Konsequenzen das haben wird?

YOUSSEF: Ich weiß es nicht. Jule weiß es nicht. Offenbar hat das Tim Mälzer Special über übergewichtige Kinder im Fernsehen letzte Woche gerade die falschen Mütter stark beeinflusst. Jule sagt, die Lehrer wären uns schon entgegengekommen – der Elternrat hat Knäckebrot und Frischkäse Light als einziges Verkaufsprodukt vorgeschlagen.

MIA: Nie wieder Snickers!

EUGEN: Bitte, Mädchen, krieg dich wieder ein. Panik bringt uns an dieser Stelle nicht weiter. (zu Youssef) Ich nehme an, du hast dieses Treffen einberufen, weil du bereits einen Plan hast?

YOUSSEF: Aber einen, für den ich eure Hilfe brauche – die Hilfe von allen. Wir sind die Sprecher der drei größten Schülerfraktionen. Wenn wir etwas bewirken wollen, müssen wir diesmal kollaborieren. Dieser Krise können wir nur als geschlossene Front entgegentreten.

Mia beruhigt sich etwas.

EUGEN: Die Frage ist nicht, wozu du die Hilfe der Familie in Anspruch nehmen möchtest. Die Frage ist: Was springt für mich dabei heraus?

YOUSSEF: Wir haben gesammelt, Eugen. Der Schachclub, das Cheerleaderteam unserer Tischtennismannschaft und die Mathe AG haben zusammengelegt. Wir sind bereit, dir eine Gesamtsumme von vierzig Essensmärkchen für deine Mitarbeit zu bezahlen.

EUGEN: Vierzig Essensmärkchen für eine Cafeteria, die keine Wurstbrötchen mehr verkauft?

YOUSSEF: Ein um so größerer Ansporn für dich, mitzumachen.

Eugen wiegt den Kopf überlegend hin und her.

EUGEN: Einverstanden. Die Familie steht geschlossen hinter dir.

MIA: Was ist mit uns? Erwartest du von uns etwa, dass wir aus reiner Solidarität mitziehen?

YOUSSEF: Das würde ich nicht einmal in Erwägung ziehen, Mia. Wir haben Beziehungen spielen lassen. Du und deine Mädels, ihr habt jetzt ein Jahresabo der „Gothic Lolita Bible“.

Mia quietscht freudig auf.

MIA: OhmeinGott! Deal. Deal, Deal, Deal!!!

YOUSSEF: Okay. Das ist der Plan: Mia, du trommelst die Emos und Punks zusammen. Geht in den Hungerstreik vor der Pausenhalle. Ihr rührt euch nicht, bis wir zu einer Einigung gekommen sind! Der Kunst LK wird euch Schilder malen. Ich habe der Computer AG schon grünes Licht gegeben: in zwei Stunden hat jedes Elternteil und jeder Lehrer im Emailverteiler der Schule eine Mail mit unseren Forderungen im Postkasten.

Mia nickt.

EUGEN: Hungerstreik? Protestmails? Youssef, ich bin enttäuscht. Das ist doch Grundschulniveau. Lass uns das auf meine Art machen: Wir beschmieren das Auto des Direktors mit Schlamm und fluten die Lehrertoiletten.

YOUSSEF: Wenn unsere Aktionen nichts bringen, können wir das immer noch machen. Erstmal versuchen wir es auf die friedliche Art. Sag den Mädchen aus der Unterstufe, sie sollen sich vor dem Eingangstor an der Hauptverkehrsstraße verteilen und heulen. Klaas aus der zehnten hat Kontakte zur Zeitung. Er wird dafür sorgen, dass mindestens ein Reporter vor Ort sein wird. Die Unterstufenjungs sollen die Plakafarben aus dem Kunstraum holen und auf die Gebäudewand ein Riesensalamibrötchen malen.

EUGEN: Das dürfte kein Problem sein.

YOUSSEF: Das klappt nur, wenn wir alle zusammenarbeiten! Keine Einzelaktionen, keine gegenseitigen Sabotagen und vor allem, Eugen, keine Stinkbomben.

EUGEN: Ich werd sehen, was ich tun kann. Wenn die Jungs wild werden, sind sie schwer zu bändigen.

YOUSSEF: Halt sie einfach in Schach. Und, Mia?

Mia richtet ihre volle Aufmerksamkeit auf Youssef.

YOUSSEF: Organisiert euch ruhig Gitarren und singt selbstgeschriebene Protestlieder über eure Gefühle. Wir wollen sie weich kochen!

Mia hüpft aufgeregt auf und ab und klatscht in die Hände. Einen Moment herrscht danach Schweigen, dann wendet Mia sich als Erste zum Gehen, Eugen geht ebenfalls. In der Tür bleibt er noch einmal stehen und sieht zu Youssef.

EUGEN: Gute Arbeit, Youssef.

YOUSSEF: Danke, Eugen. Und viel Glück.

Eugen verlässt das Klassenzimmer und Youssef geht als Letzter ebenfalls.

 

 

AKT 2

Youssef, Mia, Eugen

Ein anderes Klassenzimmer einige Zeit später

Es ist leer. Dann ertönt das Pausenklingeln und kurz danach betreten Mia, Youssef und Eugen den Raum.

Mia betritt als Erste das Klassenzimmer. Sie geht zum Lehrerpult und stellt sich in Position. Danach erscheint Youssef und als letztes Eugen.

Youssef trägt eine andere Kordhose, ein anderes Hemd und einen anderen Pullunder. Er trägt einen Stapel Zeitungen unter dem Arm.

Mia ist immer noch im Gothic-Chic gestyled, trägt nun aber eine Variation ihres vorherigen Outfits.

Eugen sieht genauso aus wie vorher.

Sie arrangieren sich in einer Art Halbkreis um das Lehrerpult herum und nicken sich zur Begrüßung zu.

 

YOUSSEF: Ich habe ein Nachbesprechungstreffen einberufen, um mich noch einmal für die beispiellose Zusammenarbeit zu bedanken. Unsere Aktion war ein voller Erfolg. Auch wenn wir Rückschläge haben einstecken müssen und herbe Verluste in den eigenen Reihen. Aber jeder hat alles gegeben. Wir haben Seite an Seite gestanden und uns für die Sache eingesetzt. Wir können stolz auf uns sein. An dieser Stelle möchte ich mich allerdings noch einmal persönlich für den Verlust von Lasses Zahn entschuldigen.

EUGEN: Er wird es überstehen. Lasse ist hart im Nehmen.

Youssef wendet sich an Mia.

YOUSSEF: Wie geht es Friederike?

MIA: Nicht gut. Sie ist seitdem nicht mehr in der Schule gewesen. Ihre Mutter spricht von Therapie.

YOUSSEF: Dass ausgerechnet ihre Lieblingsratte im Mob zertreten wurde ist natürlich bitter. Aber sie musste sie ja unbedingt mitschleppen…

MIA: Die Beerdigung ist nächsten Freitag. Friederike würde sich sehr freuen, wenn alle kämen. Immerhin hat Kamui sein Leben für die Sache gegeben.

EUGEN: Ich muss doch sehr bitten. Wegen einer Ratte so ein Theater machen! Ihr emotionalen Hühner! Die kleine Lillith musste sich nach der Kaugummischlacht im Foyer eine Glatze rasieren. Hat sich nichtmal beschwert, die kleine Lillith.

MIA: Wir sind eben nicht so abgebrüht wie ihr, ihr Teilzeitmafiosi!

YOUSSEF: Bitte! Können wir noch einen Moment das Kriegsbeil in der Erde lassen?

Mia und Eugen sehen ihn an, als warten sie auf die Erklärung für so eine fragwürdige Anweisung.

YOUSSEF: Unsere Aktion war ein spektakulärer Erfolg. Nicht nur bleibt das alte Angebot der Cafeteria erhalten, wir haben auch noch etwas anderes erreicht.

Er legt eine nach der anderen die Zeitungen, die er bis dahin festgehalten hat, auf das Pult.

YOUSSEF: Deutschlandweit sind Schüler unserem Vorbild gefolgt und haben gegen die zunehmende Gesundheitshysterie der Eltern revoltiert. Manche mit mehr, manche mit weniger Erfolg. An zwei Schulen konnte die Abschaffung des Cola-Automaten erfolgreich verhindert werden. Und eine Waldorfschule in Düsseldorf verkauft jetzt Nutellabrötchen in der ersten großen Pause. Und die Aktion zieht weiter Kreise: Es haben sich Untersuchungsfraktionen gebildet, die frühere wissenschaftliche Untersuchungen noch einmal inspizieren und in Frage stellen, ob Zucker tatsächlich so ungesund ist, wie sie gedacht hatten. In der Bäckerblume ist die nächste Ausgabe ganz dem Wurstbrötchen gewidmet. Und eine unabhängige Wissenschaftlergruppierung hat verkündet, dass in einer Welt, in der Zigaretten und Alkohol frei verkäuflich seien, Kinder wieder das essen sollten, worauf sie Appetit haben. Sie haben sogar bestätigt, dass Minderjährigenfettsucht sehr viel mehr mit innerem Kummer und dem Essverhalten der Eltern zu tun hat, als mit Schokoladenriegeln und Brausepulver.

EUGEN: Erfolg also auf der ganzen Linie.

MIA: Wie schön!

EUGEN: Wenn das dann alles war. Ich habe noch einen wichtigen Termin diese Pause.

Er will sich zum Gehen wenden, doch Youssef hält ihn zurück.

YOUSSEF: Wir können jetzt nicht aufhören!

Eugen dreht sich fragend zu ihm um. Auch Mia macht ein überraschtes Gesicht.

MIA: Neinneinein! Das war nicht unsere Abmachung. Eine Aktion hast du gesagt, Youssef. Und dann ist alles wieder normal.

EUGEN: Sie hat recht. Unser Deal war einmalig. Es ist vorbei. Die Wege verlaufen wieder getrennt und gegeneinander.

YOUSSEF: Aber es ist nichts mehr normal! Wir haben etwas bewirkt! Etwas in Gang gesetzt! Wir haben etwas verändert. Wir haben uns verändert!

MIA: Und das war eine tolle Sache. Aber es ist vorbei. Auch die Freaks aus der Oberstufe müssen das akzeptieren.

EUGEN: Ihr wollt nur nicht mehr am Ende der Nahrungskette stehen.

YOUSSEF: Nein! Darum geht es nicht. Aber gemeinsam haben wir Macht. Wir könnten noch mehr verändern!

Mia ist unsicher. Eugen ist misstrauisch, wittert aber ein Geschäft.

EUGEN: An was hast du gedacht?

YOUSSEF: Aufhebung des Handyverbots auf dem Schulgelände.

Mia lacht hysterisch auf. Eugen verschränkt die Arme vor der Brust.

Youssef sieht sie erwartungsvoll an. Als keiner der beiden etwas dazu sagt, fährt er fort.

YOUSSEF: Was sagt ihr dazu?

MIA: Was, das war dein Ernst? Geht’s noch?

EUGEN: Das ist ein gewagtes Unterfangen.

MIA: Gewagt? Gewagt? Das ist total irre! Viel zu groß! Vergiss es, Youssef. Das schaffen wir nie!

YOUSSEF: So schnell gebt ihr auf?

EUGEN: Wer seine Grenzen kennt und akzeptiert, kann sich frei darin bewegen.

YOUSSEF: Kommt schon. Es wäre für uns alle ein Segen – Mia, ihr könntet das lästige Zettelschreiben sein lassen, bei dem ihr eh immer erwischt werdet, und euch statt dessen SMS schicken. Und Eugen, deine Geschäfte würden sicherlich sehr viel weniger zeitaufwendig sein, wenn einige Dinge am Telefon geklärt werden könnten.

EUGEN: Was weißt du über meine Geschäfte?

YOUSSEF: Nichts! Garnichts! War nur so eine Idee.

Youssef macht eine kleine Pause.

YOUSSEF Also. Wie sieht’s aus? Seid ihr dabei?

Einen Moment brauchen Eugen und Mia noch zum Nachdenken.

EUGEN: Ohne die Familie schafft ihr das niemals. Ich bin dabei. Du zahlst mir das erste iPhone.

YOUSSEF: Ein fairer Preis. Abgemacht.

Sie schütteln sich die Hand.

MIA: Keine Zettelchen mehr, sagst du?

YOUSSEF: Und Youtube in der Pause.

MIA: Was soll’s?! Wir haben nichts zu verlieren.

Auch sie reicht Youssef die Hand.

YOUSSEF: Ich werde sehen, dass wir Friederike eine neue Ratten besorgen.

MIA: Danke. Das wird sie aufmuntern.

Es klingelt zum Pausenende.

YOUSSEF: Morgen zur gleichen Zeit im Deutschkursraum der Oberstufe.

EUGEN: Bis morgen.

MIA: Bis morgen.

Sie verlassen den Klassenraum.

Willkürliches und völlig sinnfreies Update

Camp NaNoWriMo. Tag 18.

“The Japan Job”, Script: Beendet am16. August mit 19,311 Wörtern

“Der Monatsmann”: Etwas weniger als halb durch

“The last of the Gods”, neues Projekt: Bei Kapitel 3

Gesamtwortzahl an diesem Morgen um zwei Minuten nach sechs: 28,025

Ich möchte über das neue Projekt, “The last of the Gods” eigentlich nicht sprechen. Ich möchte daran noch nichtmal schreiben. Ich möchte “Anton” a.k.a. “Der Monatsmann” einfach beenden, smegnochmal!

 

___________

Zitat des Tages:

“Der Sommer kommt mit schnellem Sausen / Ich hör die Kaffeemühle brausen.”   -Spontanter Lyrikausbruch eines Videothekskunden statt einer Begrüßung

 

Camp NaNoWriMo: August

Ja, ganz richtig. Auch im August bin ich beim Camp NaNoWriMo dabei, allerdings als ein geheimer Untergrundrebell: Ich werde im August nicht versuchen 50,000 Wörter rauszuhauen, sondern ein Drehbuch verfassen.

Der Arbeitstitel lautet “The Japan Job” und wer sich gerne mal die Details und den ein oder anderen Auszug anlesen möchte, kann auf meinem CampNaNo Profil vorbeischauen.

 

EDIT: Da das Drehbuch fast fertig ist… werde ich danach “Wellen im Wasserglas Teil 3″ anfangen.  Schließlich sind F-E-R-I-E-N und ich habe endlich mal Z-E-I-T.

Einschub: Willkommen in Geekhausen

Dieser Teil meiner Unterhaltung mit meinem Betaleser schreit nach einer Verewigung auf dieser Seite – Geekissimo pur. Der Ort: Ein Studentencafé. Um uns lauter normale Menschen und Studenten. Fahrstuhlmusik läuft im Hintergrund.

BL (steht für Betaleser): “Was mich stutzig gemacht hat… Pluto ist so ungefähr 5 Billionen km von der Erde entfernt, und manchmal ist sogar noch die Sonne dazwischen. Es stellt sich also die Frage: Wie schnell ist der Hyperantrieb genau, wenn du sagst, die erreichen Pluto in nur ein paar Wochen?”

LB (das bin ich), hat das genau durchdacht und legt höchsten Wert auf technisch einwandfreie Science Fiction: “Sehr schnell.”

BL: “Aber ist der eher so wie der Warpantrieb bei Star Trek? Oder eher wie bei Star Wars, da ist der Hyper Drive nämlich nur mehrfache Lichtgeschwindigkeit. Weil, dann könnte das Schiff nicht in einem durch fliegen, dann müsste es zwischendrin aus der Hypergeschwindigkeit rausfallen, um zum Beispiel Planeten und schwarzen Löchern und so auszuweichen, und dann wär deine Geschichte technisch nicht korrekt.”

LB: “Ich dachte da an ‘Event Horizon’, wo der Raum so gefaltet wird und dann kommt man voll schnell von Punkt A nach Punkt B*.”

BL, überlegt kurz: “Ja, dann stimmt alles.”

 

Das ist so typisch – leg einem Mann eine wunderschöne, tiefgründige, poetische Geschichte vor, und alles was er dazu zu kommentieren hat ist, dass der Hyperantrieb technisch nicht einwandfrei beschrieben ist. Ey.

 

 

__________

*Wir erinnern uns an den Playmatedialog bei ‘Event Horizon’:

Dr Weir: “Imagine for a moment that this piece of paper is–”

Smith: “Uhm, excuse me, that’s Vanessa, and that’s mine.”

Dr Weir: “… this attractive piece of paper represents space-time.”

The Universe Within

CampNaNoWriMo. Tag 5. Ein kurzer Rückblick.

Und in der Nacht des vierten Tages schrieb der Poet “The End” unter sein Werk. Und er sah, dass es gut war, und dass er über 15,000 Wörter geschrieben hatte. Und er fiel dankbar ins Bett.

Und es ward tiefere Nacht, und es ward Morgen und siehe, da ward die Novelle fertig, und es kam eine große Freude auf.

Und der Poet sprach: “Es soll gut sein so. Und der fünfte Tag soll dem Gegenlesen gewidmet werden.”

So geschah es.

~

Um es kurz und bündig zu machen: Der gestrige Tag wurde weniger am Computer verbracht, als, bewaffnet mit Stiften und Ausdrucken, beim Korrekturlesen.

Ich weiß nicht, wie es anderen Schreiberlingen geht, aber ich lese trotz allem lieber ausgedruckt als vom Bildschirm. Dann seh ich irgendwie mehr.

Korrekturlesen ist zwar nicht mehr ganz so aufregend und prickelnd wie das Verfassen einer Geschichte, muss aber sein. Schon allein wegen der ganzen Tippfehler, die man vorher x-mal übersehen hat.

Zum Korrekturlesen mache ich es mir gerne gemütlich, setze oder lege mich irgendwo hin, und gehe alles ganz penibel nochmal durch, von Anfang bis Ende. Merze Tippfehler aus, betrachte den Storybogen bzw. die Storybögen, falls es mehrere davon gibt, überlege, ob es nicht Stellen gibt, die man getrost wegkürzen kann, weil sie nicht mehr passen oder nie Sinn gemacht haben.

Manchmal hat man dann als Autor auch so Aha-Momente, wo man sich fragt: Das habe ich doch nie im Leben geschrieben! Was sagt mein Protagonist denn da, dieser Hirni? Wenn ich das alles so lassen soll, also dann ess ich jetzt noch mindestens drei Kekse! Und all die Tippfehler; was bin ich nur für ein mieser Autor!? Ach, was auch immer. Poughkeepsie!

Ein bisschen wie die fünf Stationen der Trauer: Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz Wahnsinn; drei davon finden sich in dieser Collage wieder.

Was macht mein Protagonist denn da?

Das alles streiche ich an bzw. kritzele auf den Papierrand. Und wenn ich alles durchgeackert habe, dann gehe ich zurück an den Computer und übertrage meine Änderungen und alles wird letztendlich doch noch gut.

~

Camp NaNoWriMo. In Bildern.

Tag 4 in Bildern. Anmerkung dazu: Habe noch soeben mein Tagespensum von 2,500 Wörtern geschafft, ohne komplett auszurasten, obwohl mir zwischendurch schon danach war. Tayfun, mein Protagonist, macht nicht, was er machen soll, sagt nicht, was er sagen soll und was den Plot angeht, der ist jetzt völlig in den Acker gekickt worden; warum weiß ich auch nicht so genau, und wer daran Schuld hat weiß ich auch nicht – aber ich nicht!

1.) Des Pappkartonpoeten Schreibtisch:

 

2.) Der Pappkartonpoet bei der Arbeit, schon leicht verrückt.

Mitten in der Katastrophe lasse ich meine Protagonisten alleine!

Tag 3, Addendum:

Was ich heute gelernt habe:

- Man kann an einem Tag über 5,000 Wörter schreiben, man bezahlt dies allerdings unter Umständen mit seinem gesunden Menschenverstand.

- Fischstäbchen ohne Panade schmecken fast gut.

- Lakritzkugeln und Oreos sind keine besonders glückliche Kombination.

- Wenn man seinen Protagonisten, die ohnehin nicht machen, was man von ihnen verlangt, künstlerisch freie Hand lässt, kann dabei manchmal etwas Gutes herauskommen.

- Ameisen machen sich hervorragend im Nebenplot.

- Wenn die Hände zittern und das Bild vor den Augen verschwimmt ist das nur die Schmerzgrenze, die es zu überwinden gilt.

- Anderen Campern geht es genauso wie mir, aber wenn wir zusammenhalten, werden wir wenigstens nicht alleine verrückt.

 

_______

Zitat des Tages:

“Mister Flibble is very cross.”  -Rimmer

Gedicht: Noch unbetitelt

Eine kleine poetische Fingerübung, da ich mir in einem Anflug geistiger Umnachtung vorgenommen habe, einen Teil von “Wellen im Wasserglas 2″ als Hexametergedicht* zu verfassen. Bitte vielmals um Entschuldigung, Homer.

Eventuell ist dies noch nicht die endgültige Fassung:

 

Ohne Titel

Im tosenden Dunkel der Sturmfront, die über dem Meer sich erhoben,

Spielen die schäumenden Wogen mit einem verlorenen Schoner.

Sieben zerrissene Segel trotzen dem Sturm und dem Regen,

Dennoch neigt sich der Bug der Tiefe gefährlich entgegen.

Captain und Crew geben alles, den Hafen noch heut zu erreichen.

Doch ahnt jeder heimlich bei sich, dass die Klippen am Meegrund ihr Grab sind.

Ein letztes Mal tönt der Ruf des Captains über die Planken als

Plötzlich durch Donnergetöse ein glasklarer Ton sich erhebt.

Einer erst, andere folgen. Gegen die tiefschwarzen Fluten

Erklingt bald das Lied der Sirenen – der sichere Tod für die Mannschaft.

Da lassen die Männer die Leinen und stellen sich fest an die Reeling.

Und mit der Hand auf dem Herzen nehmen ihr Schicksal sie an.

Lang war das Meer ihr Zuhause, hat sicher und treu sie getragen,

War Freund wie Verbündeter ihnen und fordert Tribut nun dafür.

 

Krachend zerbirst in den Wogen der Bug des versinkenden Schiffes.

Und gegen den Sturm singen sanft die Sirenen der Crew Moritat.

 

 

______________

* Hexameterrhythmus: 3x lang-kurz-kurz, Pause, 3x lang-kurz-kurz. Variationsmöglichkeiten sind vielfältig, siehe die obige Kreation.

Short: Ein wichtiges Telefongespräch

Der erste Teil aus einer Reihe, die ich “Ein wichtiges Telefongespräch” genannt habe; ob es eine Hörspiel- oder eine Theaterstückcollage werden soll, weiß ich noch nicht. Erstmal viel Spaß damit und ein SCHÖNES WOCHENENDE, PEOPLE:

Ein wichtiges Telefongespräch

Person: Eine junge Frau, Anfang zwanzig.

„Hiiiii,! Ich bin’s. Ja, das Seminar ist zu Ende für heut. Mann, hat das lang gedauert, und so öde – als wär’n wir alle nicht imstande eine Haarbürste zu benutzen, geschweige denn jemanden zu frisieren. Hairstylistin, ey, wieso wollt ich das eigentlich mal werden?! Hast ja recht. Was machst du gerade? Oooh, in der Wanne säß ich jetzt auch gerne! Stattdessen Schnee und Scheisskälte hier draußen, weil drinnen Rauchverbot ist. Du, dämmert’s bei dir auch schon? Ich hab das Gefühl hier oben auf dem Berg dämmert es irgendwie früher, ist schon echt dunkel hier. Aber ich wollt dir noch die Story vom Uwe zu Ende erzählen, ne. Wo war ich, ach ja: also, wir auf dieser beschissenen Party zu der ich ja eh nie hingehen wollte, aber wasauchimmer, Uwe mußte ja unbedingt hin, weil da sein Kumpel Metin aufgelegt hat. Ja, genau, der der aussieht wie der jüngere, türkische Bruder von George Clooney, den du am Anfang noch heiss fandest, bis er dann den Mund aufgemacht hat. Natürlich! Erzähl mir doch nichts, du fandest den voll fesch! Ja, aber in den dreißig Sekunden fandest du ihn voll fesch! Klar hat der die angehabt, der geht ohne seine Goldkettchen vermutlich nichtmal duschen. Die Mucke war auch ganz okay, halt irgendwie so’n bißchen orientalisch, aber das ist wohl grad hip in den kleinen Diskos. Und Uwe fährt ja voll auf so was ab, von wegen Mein Türkischer Blutsbruder und so, der findet ja eh alles toll, was Metin macht. Nee, das war nur so’n Ast, da bin ich grad draufgetreten, ich geh hier mal grad’n bißchen weg vom Haupteingang und Richtung Wald, muß ja nicht gleich jeder mithören. Jedenfalls, ist mir auf dieser doofen Party halt echt der Kragen geplatzt und ich wollt Schluss machen, wie wir neulich besprochen hatten, weisste?, und trink mir’n bißchen Mut an, leg mir nen coolen Anfang parat, von wegen ‚Wir passen einfach nicht zusammen, blablah’ und geh so zu ihm hin, Ey, hier ist voll Gestrüpp und so, warte mal, ich bin wo hängengeblieben. Mann, Kackbüsche, voll die Dornen in meiner Jacke, fuck! Na ja, ich also zu dem Uwe hin, ey, ich musst den noch von dieser blondierten Drogeriemarktverkäuferin abkratzen, eh der Arsch sich mal dazu herabgelassen hat in meine Richtung zu gucken! Da will ich dem voll die Meinung sagen, und was macht der blöde Penner? Macht einfach mit mir Schluss! Eh ich noch ein Wort herausbringen kann, macht die abgewedelte Arschgeige vor versammelter Mannschaft mit mir Schluss! Klar, ich hab mich total aufgeregt, und den angeschrieen und ihm natürlich die Riesenszene gemacht, und… Alter! Girlfriend! Da liegt wer! Kein Ahnung, woher soll ich das wissen? Bestimmt irgendein Penner oder ein Drogensüchtiger, von hier erkenn ich nur, dass da wer liegt. Du spinnst wohl, ich geh da doch nicht näher dran. Hallo? Hören Sie mich? Der reagiert nicht.  Egal, wo war ich? Ja: ich mich halt voll aufgeregt, weil ich wollte ja eigentlich mit ihm Schlussmachen und dann macht der mit mir so was! Kannste dir das vorstellen? Ist doch zum Kotzen! Ich wette, das hatte der schon vorher alles geplant gehabt, mit seinem bescheuerten Türkenkumpel, der Metin hat nämlich noch so zufrieden gegrinst, ja, als wär ich hier die Böse gewesen und der Uwe befreit sich nur von mir und meinen schädlichen Einflüssen! Waah, ihh! Der ist tot! Nee, nicht der Metin, der Typ, der da hier so liegt. Der ist ne Leiche. Scheisse! Woher ich das weiß? Der sieht voll leichenmäßig aus, das seh ich sogar im Halbdunkel! Boah und der stinkt! Gut, dass ich mein Deo dabei hab, der kriegt jetzt erstmal ne Ladung ab, ist zwar Frauenduft, aber das kann dem ja eh egal sein. Nee, noch keine Maden, Mann, du bist echt eklig! Ja, der sieht total CSImäßig aus, halt tot. Wie in der einen Folge, wo die auf der Leichenfarm waren, erinnerst du dich? Wo Grissom einen Toten abholen mußte, der da nicht hingehört hat und da ist dieser eine noch nicht verweste Typi – so sieht der aus hier. Nee, ein Mann. Tja, das kann ich nur schätzen, vielleicht Mitte dreißig? War bestimmt mal ganz gut aussehend, wie so ne Mischung aus Prinz William und dem neuen James Bond, nur irgendwie besser und mit dunklen Haaren. Der ist ganz schlammig im Gesicht, warte mal, ich glaub ich hab Taschentücher dabei. Ja, was wenn den einer findet, dann muss der doch sauber sein! Wenigstens, damit man das Gesicht erkennt! Ich mach dem nur grad den Dreck da weg. Na, jedenfalls. Zum Kotzen, der Uwe, echt zum Kotzen. Ich hab dann erstmal geheult. Bin gleich heim und hab mich eingekuschelt und meine alte Kuschelrock CD rauf und runter gehört, bis es besser ging. Guck mal, unter dem Schlamm sieht der gar nicht mal so übel aus, echt besser als Prinz William. Verdammt, den kenn ich! Das ist der Leiter vom Einführungskurs gestern! Deswegen hab ich den nicht mehr gesehen, voll krass! Was, nein! Wenn ich die Polizei rufe, muß ich dich auflegen und dann bin ich ganz alleine hier und dann kann ja wer-weiß-was passieren, ich steh ja mitten im Wald sozusagen! Iiiih! Ich hab den angefasst! Ich hab den angefasst! Ich wollt probieren, ob die dann echt kalt und steif sind, Leichenstarre eben. Ja, total leichenstarr! Gruselig! Ekelhaft! Ja, ich hab ja versucht, dich anzurufen, aber da warst du noch unterwegs und gestern bin ich ja dann gleich früh hierher zu diesem Wochenendseminar. Nee, morgen früh ist noch was und dann sind wir alle gottseidank wieder erlöst und können heim, dann können wir das machen. Aber dem Uwe wein ich nicht noch eine Träne hinterher, da kannste Gift drauf nehmen. Erzähl mir mal, was ihr gestern noch gemacht habt, während ich hier um den rumgehe. Wart ihr noch im Kino? M-hm. Ha, das hätt ich dir gleich sagen können, Hugh Jackmann hin oder her, und wegen der einen Oben-Ohne Szene hätt ich mir den Film nicht über zwei Stunden lang angetan. Echt jetzt? Im Kino? Du Schlampe! Keine Ahnung, ey, frag mich doch nicht so blöd, ich hab den Typen hier schließlich nicht hingeschleift. Das war bestimmt Mord. Und verstehen könnt ich’s auch, das war voll der hohle Angeber, der Typ. So von wegen ‚Meine Haut ist von der spanischen Sonne so braun, nicht vom Asiröster, weil ich so voll der Jetsetter bin und Surflehrer in Santa Fe’ oder so. Ja, dann halt San Francisco, du weißt ja, was ich meine. So, ich hab aufgeraucht, ich geh jetzt schnell wieder rein. Hier draußen frier ich mir noch die Eierstöcke ab, verdammt. Nee du, bis die den finden, bin ich längst hier weg. Ich meld das doch nicht der Polizei, bist du irre? Dann halten die uns hier noch fest von wegen Befragung und so und ich will echt wieder heim, ich bin morgen mit Metin zur Haus-of-House Party verabredet. Okay, mach ich – quatsch, der kann auch total okay sein und alles andere find ich ja dann morgen raus. Und wenn’s Uwe eifersüchtig macht, ist das persönliches Pech. Klar ruf ich dich danach an. Wenn’s ganz schlimm läuft, schick ich dir zwischendurch ne SMS, dann mußt du mich erlösen kommen. Ja, ruf halt einfach an und tu so als ob du meine Mutter wärst und ich müsste voll dringend nach Hause kommen oder so. Okay. Dann bis später, ne. Bye!“

ScriptFrenzy 2011: erledigt

Tag Drei des diesjährigen ScriptFrenzys war für mich auch schon der letzte:

Nicht zu fassen, was für ein verrückter Sonntag!

Resourcen, die ich gestern benötigt habe, um zwischen 8 Uhr morgens und 11 Uhr abends etwas über 80 Seiten zu tippen:
Tee – 5 Liter

Wasser – 1,5 Liter

Saft – 1 Glas

Schokolade – 1 Stück

Kekse – 4 Stück

Apfel – 1 Stück

Tomate – 2 Stück

Zucchini/Möhrenpfanne – 1 Teller

Toast – 2 Stück

Internet – Ja!

Infos zum Drehbuch:

Seiten – 101 (Rohversion)

Wörter – 15.973

Arbeitstitel – 17 Briefe

Genre – Romanze, Komödie, Märchen

OST – Anna Nalick: “Shine”, Lindsay Ray: “Brand New Day”, Matchbox20: “Bed of Lies”, Matchbox20: “Could I be you”

Schauspieler: Simon Baker, Zooey Deschanel, Josh Duhamel, Josh Lucas, Mary Kate und Ashley Olsen als lol-Bonus

~

Zitat

~

ROBERT: Würden Sie wohl ihr Kind von meinem Bein entfernen?!

MUTTER: Oh, das geht nicht. Tabitha-Lillith wächst ganz nach den Prinzipien der freien, anti-autoritären Erziehung nach Sudbury auf. Wir setzen ihr keine Regeln, die sie emotional einengen könnten.

~

Script Frenzy 2011 – nur noch ein Jahr…

… bis die Welt untergeht, laut John Cusack. Also packe ich mental schonmal alles zusammen für den vielleicht letzten Script Frenzy vor der Apokalypse.

Was ist Script Frenzy? Nun, Script Frenzy ist eine non-profit Organisation, die erstmal eine Webseite zur Verfügung stellt. Dort kann sich jeder anmelden, der gerne mitmachen möchte. Ziel ist es, innerhalb eines Monats, jedes Jahr im April, ein Drehbuch von mindestens 100 Seiten zu schreiben.

Doch Script Frenzy ist mehr als nur eine Seite, auf der jeder registrierter Benutzer seine aktuelle Seitenanzahl angeben kann und am Monatsende im Gewinnfalle eine schicke Plakette bekommt. Sehr, sehr viele Menschen nutzen Script Frenzy. Und was während dieses einen Monats weltweit passiert, ist eigentlich fast unglaublich: wildfremde Menschen treffen sich zum gemeinsamen Schreiben, in online Foren und auch live. Viele Cafés und Bibliotheken bieten ‘Write Ins’ an, also feste Zeiten, an denen Script Frenzy Teilnehmer zum Schreiben, Austauschen und Mitmachen eingeladen werden.

Bekannte Autoren und Drehbuchverfasser geben Tipps und Hinweise zum Schreiben, feuern mit an und unterstützen das Ganze durch ihr Gutheißen der Aktion.

In den Leben vieler Schreiberlinge wird das Real Life (also das echte Leben) einen Monat lang sträflich vernachlässigt, um sich dem Schreiben zu widmen – und einen Monat lang ist man als Schreiberling damit nicht alleine!

Script Frenzy (und auch die Mutterorganisation NaNoWriMo) schaffen etwas, das sonst nichtmal engste Familienangehörige schaffen: Dass wir Schreiberlinge mal rauskommen und unsere sozialen Kontakte pflegen – jedenfalls mit anderen Schreiberlingen.

Wir sitzen dennoch die meiste Zeit des Tages und der Nacht am PC/Laptop und tippseln – aber wir tun es einen Monat lang in dem Wissen, dass wir ein Teil einer weltweiten Tippselbewegung sind. Einen Monat lang fühlen wir uns nicht einsam und allein.

Ich finde das toll.

« Previous entries Next Page » Next Page »