Eine Frage, mit der sich jeder Mensch wenigstens einmal im Leben befassen sollte:

Aber ein Paralleluniversum kann doch eigentlich nur am Anfang parallel sein, oder?

Es ist doch so, dass parallele Universen dadurch entstehen, weil jede Entscheidung, die wir treffen, eine Gegenentscheidung hervorruft, die sich in einer alternativen Welt manifestiert, in welcher wir eben jene Gegenentscheidung getroffen haben.*

Und dann ist es aber so, dass wenn Parallelwelten auftauchen, sei es in der Literatur oder im Kino oder im Fernsehen, diese alternativen Realitäten sich nur leicht von unserer Hauptrealitätsebene unterscheiden.

Nur… also eigentlich müsste es doch so sein, dass sich die beiden Universen, wenn wir uns für diesen kurzen Abriss auf zwei beschränken und die restlichen zigmilliarden außer Acht lassen, dass sich diese beiden Universen lediglich am Anfang noch ähnlich sind. Denn irgendwann hat es so viele winzigkleine Abweichungen gegeben, dass die beiden Welten sich so ähnlich sein dürften wie Äpfel und Froschlaich – im Idealfall irgendwie rund, und das war’s dann auch schon mit der Ähnlichkeit.

Denn so klein die Abweichungen noch zu Anfang sind, diese kleinen Veränderungen bringen neue, größere Veränderungen mit sich, die die beiden Welten stetig weiter auseinander driften lassen.

Beide Welten dürften sich fünfzig Jahre nach ihrer Trennung so weit voneinander entfernt haben, dass Parallelen nur noch vereinzelt vorhanden sind, wenn überhaupt. Und mit Trennung meine ich den Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung dazu führt, dass eine Parallelwelt in Erscheinung tritt, in welcher die Entscheidung anders gefällt wird.

Es sei denn es gibt von Außen gesteuerte Fixpunkte, Konstanten in den Zeitlinien, die dafür sorgen, dass gewisse Entwicklungen/Erfindungen/Personen zur festgelegten Zeit am festgelegten Ort stattfinden bzw. anwesend sind. Fixpunkte die unabänderbar sind. Das würde bedeuten, dass die Zeitlinien nicht geändert werden könnten, dass das Leben vorbestimmt ist (wenigstens in einem gewissen Maße) und, eventuell, dass es eine äußere Macht gibt, die das ganze steuert; sei es die Zeit, das Multiversum, Fatum, Allah, die grauen Männer oder Captain Jack Harkness.

Denkt darüber nach.

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*Das trifft natürlich nur auf gewichtige Entscheidungen zu, nicht solche, die sich mit dem Dilemma befassen, ob an einem Schokopuddingdienstag Vanillepudding gegessen werden darf.
Außerdem bedeutet es, dass es im Multiversum zu jedem gegebenen Zeitpunkt zigmilliarden Parallelwelten geben muss.

Mein Hirn und ich im Zwiegespräch

Camp NaNoWriMo Tagebuch.

Wörter: 40,241

Tag: 18

Anmerkung: Mein Verstand beginnt, sich langsam aber gezielt von mir zu entfernen. Warum?

 

Es ist kaum zu fassen, aber ich bin mit der Geschichte fast durch! Heute fange ich mit dem Schowdown an und, Junge!, der wird superkalifragilistischexpialigetisch! Ich freue mich schon seit Monaten, dass ich damit zu schreiben anfangen kann! Und heute ist es endlich so weit. Fantastisch!

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich langsam aber sicher meine Zurechnungsfähigkeit einbüsse…

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Zitat des Tages:

“The only difference between writers and the mentally ill is a notebook.”  -Alan Watt

Einschub: Willkommen in Geekhausen

Dieser Teil meiner Unterhaltung mit meinem Betaleser schreit nach einer Verewigung auf dieser Seite – Geekissimo pur. Der Ort: Ein Studentencafé. Um uns lauter normale Menschen und Studenten. Fahrstuhlmusik läuft im Hintergrund.

BL (steht für Betaleser): “Was mich stutzig gemacht hat… Pluto ist so ungefähr 5 Billionen km von der Erde entfernt, und manchmal ist sogar noch die Sonne dazwischen. Es stellt sich also die Frage: Wie schnell ist der Hyperantrieb genau, wenn du sagst, die erreichen Pluto in nur ein paar Wochen?”

LB (das bin ich), hat das genau durchdacht und legt höchsten Wert auf technisch einwandfreie Science Fiction: “Sehr schnell.”

BL: “Aber ist der eher so wie der Warpantrieb bei Star Trek? Oder eher wie bei Star Wars, da ist der Hyper Drive nämlich nur mehrfache Lichtgeschwindigkeit. Weil, dann könnte das Schiff nicht in einem durch fliegen, dann müsste es zwischendrin aus der Hypergeschwindigkeit rausfallen, um zum Beispiel Planeten und schwarzen Löchern und so auszuweichen, und dann wär deine Geschichte technisch nicht korrekt.”

LB: “Ich dachte da an ‘Event Horizon’, wo der Raum so gefaltet wird und dann kommt man voll schnell von Punkt A nach Punkt B*.”

BL, überlegt kurz: “Ja, dann stimmt alles.”

 

Das ist so typisch – leg einem Mann eine wunderschöne, tiefgründige, poetische Geschichte vor, und alles was er dazu zu kommentieren hat ist, dass der Hyperantrieb technisch nicht einwandfrei beschrieben ist. Ey.

 

 

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*Wir erinnern uns an den Playmatedialog bei ‘Event Horizon’:

Dr Weir: “Imagine for a moment that this piece of paper is–”

Smith: “Uhm, excuse me, that’s Vanessa, and that’s mine.”

Dr Weir: “… this attractive piece of paper represents space-time.”

Camp NaNoWriMo. In Bildern.

Tag 4 in Bildern. Anmerkung dazu: Habe noch soeben mein Tagespensum von 2,500 Wörtern geschafft, ohne komplett auszurasten, obwohl mir zwischendurch schon danach war. Tayfun, mein Protagonist, macht nicht, was er machen soll, sagt nicht, was er sagen soll und was den Plot angeht, der ist jetzt völlig in den Acker gekickt worden; warum weiß ich auch nicht so genau, und wer daran Schuld hat weiß ich auch nicht – aber ich nicht!

1.) Des Pappkartonpoeten Schreibtisch:

 

2.) Der Pappkartonpoet bei der Arbeit, schon leicht verrückt.

Mitten in der Katastrophe lasse ich meine Protagonisten alleine!

Tag 3, Addendum:

Was ich heute gelernt habe:

- Man kann an einem Tag über 5,000 Wörter schreiben, man bezahlt dies allerdings unter Umständen mit seinem gesunden Menschenverstand.

- Fischstäbchen ohne Panade schmecken fast gut.

- Lakritzkugeln und Oreos sind keine besonders glückliche Kombination.

- Wenn man seinen Protagonisten, die ohnehin nicht machen, was man von ihnen verlangt, künstlerisch freie Hand lässt, kann dabei manchmal etwas Gutes herauskommen.

- Ameisen machen sich hervorragend im Nebenplot.

- Wenn die Hände zittern und das Bild vor den Augen verschwimmt ist das nur die Schmerzgrenze, die es zu überwinden gilt.

- Anderen Campern geht es genauso wie mir, aber wenn wir zusammenhalten, werden wir wenigstens nicht alleine verrückt.

 

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Zitat des Tages:

“Mister Flibble is very cross.”  -Rimmer

Campingfreuden mit Kekskrümeln

Tag 3.

Liebes Tagebuch,

es ist jetzt irgendwann nach 12 Uhr mittags und ich bin bei etwas über 7,000 Wörtern hängengeblieben als mir die Oreos ausgegangen sind und ich feststellen musste, dass mein Tee nicht nur kalt, sondern inzwischen auch alle geworden ist.

Ich kann nicht mehr richtig geradeaus schauen, die Buchstaben verschwimmen dann etwas. Und die Vertippsler werden auch immer häufiger und krasser. Dabei sitze ich erst seit knapp halb sieben heute morgen am PC! Ich hab auch schonmal länger durchgehalten, liebes Tagebuch, das liegt wohl am Alter…

Wer des Englischen mächtig ist und Lust hat, den Früchten meiner Arbeit zu folgen, kann sich hier auf meinem CampNaNoWriMo-Profil ein Bild meiner bisherigen Arbeit machen, oder über meine Twitterbeiträge den Kopf schütteln.

Nun denn, vielleicht mache ich mal eine kleine Pause, spiele eine Runde Mario Kart und gehe dann wieder an die Arbeit. Denn ich möchte es heute noch auf 10,000 Wörter bringen. Das wär schön. Und ein bisschen Zeit ist ja noch bis Mitternacht…

Tata,

Lex

P.S.: George Clooney, wenn du das liest, ruf mich an!

Friday I’m in Love

Camp NaNoWriMo beginnt am Freitag und ich möchte so gerne das Care Package haben! Leider ist das preislich nicht ganz drin derzeit… SEUFZ, so als mittelloser Pappkartonpoet lebt es sich schon schwer.

Anyway! Geschichtenmäßig habe ich, was Camp NaNo angeht, umdisponiert. Die dritte, was schreib ich denn da: vierte!, Subrealitynovelle muss noch warten, bis sie den Toner des Druckers erblickt. Statt dessen werde ich mich an ein Science-Fiction Projekt für einen Wettbewerb machen. Und zwar diesen hier. 15.000-20.000 Wörter, Einsendeschluss ist September.

Falls ich die sci-fi Geschichte vollende, kann ich die fehlenden Wörter bis zur 50.000 Grenze für Camp NaNo ja noch mit der Subrealitynovelle aufstocken. Aber da die Sommerferien erst in der letzten Juliwoche anfangen, werd ich eh vorher wenig Zeit haben.

Jedenfalls bin ich mit der Planung schon so weit, dass ich eigentlich so weit anfangen könnte: Personen, Kapiteloutline, Gesamtstorybogen – alles schon niedergeschrieben und mit Buntstift in einem eigenen Notizheft verewigt… das Vorbereiten und Planen und Ausdenken und Verwerfen und Doch-Wieder-Neu-Dazu-Nehmen und Ändern und Ausschmücken macht mir besonders viel Spaß. Ein Buch zu planen ist fast so schön, wenn nicht genauso schön, wie es letztendlich zu schreiben …

In diesem Sinne: Happy Camping NaNoWriMo!!!


glitter-graphics.com

 

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Zitat des Tages:

“If my doctor told me I had only six minutes to live, I wouldn’t brood.  I’d type a little faster.”       -Isaac Asimov

Schmetterlinge im Gewächshaus

Dies ist ein sinnloser Eintrag. Ich sage das gleich vorweg, damit niemand enttäuscht ist. Beim Herumsurfen hab ich mal wieder hier vorbeigeschaut und dachte, ich könnte etwas Aktuelles beitragen. Dies ist im Moment allerdings etwas schwierig, da ich nichts Aktuelles beizutragen habe:

 

Anton: 6.067 Wörter (werde ich damit jemals fertig? Wo ist meine Motivation? Im Dauerurlaub auf Hawaii?)

Wellen im Wasserglas II: Ja, gut, macht sich einigermaßen, allerdings habe ich seit dem letzten Update keinen Deut daran gearbeitet, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.

Albertine (Subreality-Novelle): 8.005

Aquila (Vers-Epos): Befinde mich noch in der Exposition

Theaterprojekt: neues Datum veranschlagt, haha!

Und was mache ich heute an diesem gesegneten Feiertag? Hmmm…:

Aufräumen in der Schreibstube. Juchuh…?

Eigentlich sollte ich an meinem Drehbuch weiter schreiben. Aber gerade habe ich so ein kleines Kreativloch erreicht, und weil ich auch keine neuen, sehenswerten Science-Fiction Filme in Reichweite habe, um mich abzulenken, scrolle ich mich so durch meinen Computer und mache eine Bestandsaufnahme.

Mein Harddrive ist brechend voll von Geschichte, Drehbüchern, Romanen, Romananfängen, Ideen, Hörspielen, Theaterstücken, und, und, und.

Ich bin außerdem ein ordentlicher Mensch, und deswegen hat alles einen eigenen Ordner, einen eigenen Unterordner und in ausgedruckter Form dasselbe nochmal.

Wenn ich so weitermache, dann habe ich bis ich dreißig bin bestimmt zwanzig Drehbücher, acht Novellen und etwa hundert andere Schreibseldinge hier herumfliegen (falls sich der werte Leser wundert: so lange dauert das nicht mehr). Meine Enkel werden später in dem ganzen Kram untergehen werden, ich schmeiß ja auch kaum was weg.

Aber die Frage, die mich nachts quält und schlaflos an die Decke starren lässt ist: Was mache ich mit dem ganzen Brimborium?

Wohin mit den Drehbüchern? Was tun mit den Novellen? Wem meine Serienkonzepte vorlegen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.

Vermutlich werde ich sterben, ehe irgendjemand meine Werke liest, und nichtmal posthum veröffentlicht werden, weil meine Kinder, diese undankbaren Blagen, alles in Kartons packen und anzünden werden, damit auf dem Speicher endlich wieder Platz ist.

Dabei ist das meiste sogar ziemlich gut. Verdammt gut, um es mal salopp auszudrücken.

Aber ich kann ja kaum zum nächsten namhaften Verlag gehen, mich zum Chef vorkämpfen und sagen: “Vergessen Sie die ganze Scheiße, die dem deutschen Literaturmarkt das Niveau unterm metaphorischen Allertwertesten wegreisst. Lesen Sie mein Buch und vergießen Sie Tränen der Dankbarkeit!”

Dafür bin ich einfach nicht der Typ.

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Zitat des Tages:

“I am interested in entertaining people, in bringing pleasure, particularly laughter, to others, rather than being concerned with ‘expressing’ myself with obscure creative impressions.”    -Walt Disney (I love you, man, I effing love you.)

njojn

Ich tippe nur ein Wort, weil ich mehr nicht sollte:

SEHNENSCHEIDENENTZÜNDUNG!

Script Frenzy 2011 – nur noch ein Jahr…

… bis die Welt untergeht, laut John Cusack. Also packe ich mental schonmal alles zusammen für den vielleicht letzten Script Frenzy vor der Apokalypse.

Was ist Script Frenzy? Nun, Script Frenzy ist eine non-profit Organisation, die erstmal eine Webseite zur Verfügung stellt. Dort kann sich jeder anmelden, der gerne mitmachen möchte. Ziel ist es, innerhalb eines Monats, jedes Jahr im April, ein Drehbuch von mindestens 100 Seiten zu schreiben.

Doch Script Frenzy ist mehr als nur eine Seite, auf der jeder registrierter Benutzer seine aktuelle Seitenanzahl angeben kann und am Monatsende im Gewinnfalle eine schicke Plakette bekommt. Sehr, sehr viele Menschen nutzen Script Frenzy. Und was während dieses einen Monats weltweit passiert, ist eigentlich fast unglaublich: wildfremde Menschen treffen sich zum gemeinsamen Schreiben, in online Foren und auch live. Viele Cafés und Bibliotheken bieten ‘Write Ins’ an, also feste Zeiten, an denen Script Frenzy Teilnehmer zum Schreiben, Austauschen und Mitmachen eingeladen werden.

Bekannte Autoren und Drehbuchverfasser geben Tipps und Hinweise zum Schreiben, feuern mit an und unterstützen das Ganze durch ihr Gutheißen der Aktion.

In den Leben vieler Schreiberlinge wird das Real Life (also das echte Leben) einen Monat lang sträflich vernachlässigt, um sich dem Schreiben zu widmen – und einen Monat lang ist man als Schreiberling damit nicht alleine!

Script Frenzy (und auch die Mutterorganisation NaNoWriMo) schaffen etwas, das sonst nichtmal engste Familienangehörige schaffen: Dass wir Schreiberlinge mal rauskommen und unsere sozialen Kontakte pflegen – jedenfalls mit anderen Schreiberlingen.

Wir sitzen dennoch die meiste Zeit des Tages und der Nacht am PC/Laptop und tippseln – aber wir tun es einen Monat lang in dem Wissen, dass wir ein Teil einer weltweiten Tippselbewegung sind. Einen Monat lang fühlen wir uns nicht einsam und allein.

Ich finde das toll.

Our souls will be okay

Manchmal macht die Welt ein Geräusch. Ein ganz leises, kaum zu hörendes. Man spürt es eher, als dass man es tatsächlich hört. Doch meistens nicht einmal das. Meistens geht es unter im Trubel, im Tageslicht, im Alltagstanz.

Nur manchmal, da hört man es eben doch. Ich weiß, dass ich es schon einige Male ausgemacht habe. Nicht oft; aber wenn man es nur ein einziges Mal gespürt hat, vergisst man es nicht wieder. So ein Geräusch ist das. Das sich festsetzt in der Seele. Weil es einen ganz tief anrührt. Weil es alte Teenagerängste bewegt wie ein Tropfen, der in einen stillen Brunnen fällt.

Wenn ich dieses Geräusch wahrnehme, dann ahne ich, dass in genau diesem Augenblick wieder ein Mensch mehr herausgefunden hat, dass Sehnsucht nur in Büchern romantisch ist.

lol + drama = lama

Ich denke, es ist an der Zeit einen erneuten Misserfolg einzustecken:

Aber das macht nichts, weil mein Filmscript MEGAGUT vorankommt und ich deswegen äußerst zufrieden mit mir selbst bin.